Die Trauer um Noahm, einen 19-Jährigen, der am 2. Juni an den Folgen eines gewaltsamen Angriffs wenige Tage zuvor in der Metzer Innenstadt starb, ist weiterhin spürbar. Ihm wird am Samstag im Rahmen des Metz Pride March gedacht, während für Sonntagnachmittag in Straßburg eine Kundgebung geplant ist, die vom Kollektiv Front d'Action Gay organisiert wird.
Die Staatsanwaltschaft Metz gab bekannt, dass die Ermittlungen nun auch ein mögliches homophobes Motiv in den Fokus rücken werden. Diesen Ermittlungsansatz hatten mehrere LGBT+-Organisationen seit dem Tod des jungen Mannes lange gefordert.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auch auf ein mögliches homophobes Motiv.
Noahm wurde in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai angegriffen. Schwer verletzt, starb er wenige Tage später im Krankenhaus. Zwei Männer im Alter von 20 und 27 Jahren wurden wegen Mordes unter Alkoholeinfluss angeklagt. Ihnen droht eine lebenslange Haftstrafe.
Der Fall hat weit über die Moselregion hinaus starke Emotionen ausgelöst. Am Dienstag hielt die Nationalversammlung eine Schweigeminute zum Gedenken an Noahm, an Lyhanna, das in der Gers-Region getötete Mädchen, und an einen Gendarmen ab, der bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam. Für die am Wochenende mobilisierten Verbände bieten diese Versammlungen auch die Gelegenheit, homophobe Gewalt anzuprangern und allen Opfern zu gedenken.
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