Die Ernennung von François-Noël Buffet zum Verteidiger der Menschenrechte soll am kommenden Dienstag von den Rechtsausschüssen der Nationalversammlung und des Senats entschieden werden. Er wurde vom Präsidenten nominiert. Emmanuel Macron Um die Nachfolge von Claire Hédon anzutreten, deren sechsjährige Amtszeit zu Ende geht, kann der republikanische Senator auf die Unterstützung der rechten und der Mitte-Partei zählen, die im Senat die Mehrheit haben.
Ihre Anhörung vor dem Senat folgt auf die Anhörung in der Nationalversammlung vergangene Woche. Die Abstimmungsergebnisse beider Kammern werden im Laufe des Tages erwartet. Für eine Ablehnung ihrer Kandidatur wäre eine qualifizierte Mehrheit der Oppositionsabgeordneten erforderlich, ein Szenario, das als unwahrscheinlich gilt.
Eine heftig umkämpfte Kandidatur
Die Ernennung von François-Noël Buffet stieß jedoch auf heftigen Widerstand zahlreicher Verbände und Gewerkschaften. Rund zwanzig von ihnen, darunter Aides, Sidaction, SOS Racisme, Act Up-Paris und Inter-LGBT, organisierten eine Kundgebung vor dem Senat, um gegen die ihrer Ansicht nach mit dem Auftrag der Verteidigung von Rechten und Freiheiten unvereinbare Entscheidung zu protestieren. Sie kritisieren den ehemaligen Minister insbesondere für seine früheren Positionen zur gleichgeschlechtlichen Ehe, zur künstlichen Befruchtung, zur staatlichen Gesundheitsversorgung und seine Enthaltung bei der Abstimmung über die Verankerung des Rechts auf Abtreibung in der Verfassung.
Als Reaktion auf diese Kritikpunkte erklärte François-Noël Buffet während seiner Anhörung im Parlament, er habe sich in mehreren gesellschaftlichen Fragen weiterentwickelt und versprach, seine Aufgaben im Falle seiner Bestätigung „völlig unabhängig“ wahrzunehmen. Mehrere Regierungsmitglieder betonten ihrerseits, dass die politische Ausrichtung eines Amtsträgers dessen Handeln an der Spitze dieser unabhängigen Behörde nicht vorwegnehme, und führten insbesondere das Beispiel von Jacques Toubon an, einem ehemaligen rechtsgerichteten Minister, der zum Generalstaatsanwalt ernannt wurde.
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