Angesichts der Folgen des Krieges, der das tägliche Leben im Nahen Osten seit Monaten beeinträchtigt, erreichte eine 17-jährige französische Schülerin in Bahrain die Absage der Abiturprüfungen an mehreren französischen Schulen in der Region. Dies gelang ihr durch eine Petition mit über tausend Unterschriften und ein direkt an das französische Bildungsministerium gerichtetes Schreiben. Emmanuel MacronYounes gelang es, vielen Schülern, die mit einem beeinträchtigten Schuljahr konfrontiert waren, eine Stimme zu geben.
Seit Beginn des Konflikts mussten der junge Mann und seine Klassenkameraden mit wiederholten Alarmen, Unterrichtsausfällen und erzwungenen Umzügen zurechtkommen. Seine Familie war sogar vorübergehend nach Toulouse zurückgekehrt, damit er seinen Schulunterricht online fortsetzen konnte. Doch als seine Schule Anfang Mai die Rückkehr zum Präsenzunterricht anordnete, wuchs die Angst mit den näher rückenden Prüfungen.
Die Generation des Konflikts macht sich bemerkbar.
Da Younes die Prüfungsbedingungen als unfair empfand, starteten er und ein Mitschüler eine Petition, in der sie die Ersetzung der Abschlussprüfungen durch eine kontinuierliche Leistungsbewertung forderten. Trotz bestehender Einschränkungen für solche Initiativen in einigen Ländern der Region fand die Bewegung schnell Anklang bei Schülern in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Saudi-Arabien und Kuwait. Der Schüler wandte sich daraufhin mit einem Brief an den Präsidenten der Republik, um auf die Schwierigkeiten der Prüflinge aufmerksam zu machen.
Wenige Tage später gaben die französischen Behörden die Absage der Abitur- und Brevetprüfungen an französischen Schulen im Nahen Osten, im Mittleren Osten und in Mali bekannt. Die Ergebnisse werden auf Grundlage kontinuierlicher Leistungsbeurteilung ermittelt. Diese Entscheidung wurde von den betroffenen Schülern mit Erleichterung aufgenommen. Für Younes, der sein Abitur bereits mit Auszeichnung bestehen wird, bleibt diese Mobilisierung vor allem ein Symbol für eine Generation, die sich weigerte, ihre Zukunft durch die Folgen eines Konflikts gefährden zu lassen.
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