Immobilienwäsche: Durchsuchung in Bercy im Zuge einer Untersuchung gegen einen russischen Oligarchen
Frankreich-Paris. 23 – Foto des Ministeriums für Wirtschaft, Finanzen und Industrie. Fassade des Ministeriums mit Plakaten von France Relance. Foto Eric Beracassat/Hans Lucas Frankreich-Paris. 11 – Foto des Ministeriums für Wirtschaft, Finanzen und Industrie. Fassade des Ministeriums mit den Plakaten zum Frankreich-Relaunch. Foto Eric Beracassat/Hans Lucas

Am Donnerstag, dem 27. März, fand in den Büros des Wirtschafts- und Finanzministeriums in Paris eine spektakuläre Durchsuchung statt. Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen Teil einer Untersuchung wegen Geldwäsche im Immobilienbereich, die sich gegen Suleiman Kerimow richtet, einen russischen Milliardär, der von europäischen Sanktionen betroffen ist.

38 Millionen Euro stehen an der Côte d'Azur auf dem Spiel

Die von der Nationalen Justizbehörde zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Junalco) geleitete Untersuchung soll Licht in den Erwerb von Luxusvillen an der Côte d'Azur durch undurchsichtige Finanzvereinbarungen bringen. Nach ersten Erkenntnissen wurden mehrere Immobilien unter falschen Namen deklariert, um die wahre Identität des Eigentümers, der russischer Staatsbürger ist, zu verschleiern. Der Steuerschaden wird auf über 38 Millionen Euro geschätzt.

Eine neue Wendung in der Kerimow-Affäre

Gegen den Kreml-Vertrauten Suleiman Kerimow laufen in Europa bereits mehrere Ermittlungen. Ziel dieser neuen Durchsuchung in Bercy ist es, die Steuermechanismen aufzuklären, die zur Umgehung von Sanktionen und Transparenzpflichten eingesetzt werden. Das Wirtschaftsministerium hat zu dieser in seiner Zentrale durchgeführten Operation noch keinen offiziellen Kommentar abgegeben.