Amélie-les-Bains hat eine nächtliche Ausgangssperre für unter 15-Jährige eingeführt. Die seit Sonntag geltende Maßnahme verbietet Minderjährigen, sich bis zum Schulbeginn zwischen 23:00 und 6:00 Uhr allein im Freien aufzuhalten. Bürgermeisterin Marie Costa begründet diese Entscheidung mit zunehmendem asozialem Verhalten einiger Jugendlicher. Sie prangert eine, wie sie es nennt, „Brandstiftungswelle“ an und bezieht sich damit auf einen Brand, der kürzlich von zwei Teenagern in einem schwer zugänglichen Gebiet gelegt wurde.
Eine von Bränden gezeichnete Region
Das Feuer brach am vergangenen Freitag in den Pyrénées-Orientales aus. Auch mehrere Tage später, am Montag, dem 27. Juli, wütete es noch immer. Die Größe des betroffenen Gebiets erschwerte die Löscharbeiten, die fast eine Woche dauerten. Bereits Anfang Juli hatte das Département einen dramatischen Vorfall erlebt: Ein Feuer hatte laut Innenminister Laurent Nuñez 4.900 Hektar Land zerstört. Damals wurden Tausende Menschen evakuiert.
Der Bürgermeister von Amélie-les-Bains hofft, dass die nächtliche Ausgangssperre dazu beitragen wird, riskantes Verhalten einzudämmen. Die Ausgangssperre gilt den ganzen Sommer über, der als besonders risikoreich gilt. Familien sind verpflichtet, die Einhaltung der Regel sicherzustellen, andernfalls drohen Strafen. Die Maßnahme zielt vor allem darauf ab, neue Brände in einer Region zu verhindern, die bereits durch wiederholte Brände geschwächt ist.
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