Auf der Halbinsel Saint-Jean-Cap-Ferrat werden Immobilienverkäufe diskret abgewickelt, doch die Summen, um die es geht, schlagen knallend zu. Die Villa Alpha, ein Wahrzeichen des lokalen Luxusimmobilienmarktes, wurde im Dezember für 44,5 Millionen Euro verkauft, wie aus den von der Agentur Douglas Elliman France-Monaco abgewickelten Transaktionen hervorgeht.
Das Anwesen, das mehrere Monate für 60 Millionen Euro angeboten wurde, wurde mit einem deutlichen Preisnachlass verkauft – ein seltener Preisnachlass in dieser Preisklasse, aber in einem Markt, in dem der Angebotspreis oft sowohl als Signal als auch als Verhandlungsgrundlage dient, durchaus üblich. In diesem Luxussegment kommt es auf konkrete Details an: die Aussicht, die Zufahrt, die Abgeschiedenheit, die Grundstücksgröße und vor allem die Gewissheit, eine einzigartige Immobilie zu erwerben.
Luxus an der französischen Riviera: Zwischen Diskretion und Rekorden
Luxus an der französischen Riviera: Zwischen Diskretion und Rekorden
Die in den 1960er- und 1970er-Jahren erbaute Villa Alpha zählt mit ihrer halbrunden Fassade und der harmonischen Verbindung zum Meer zu den ersten Häusern im kalifornischen Stil an der Côte d’Azur. Ursprünglich für den amerikanischen Regisseur Otto Preminger errichtet, wurde sie 2009 von Philippe Starck umfassend renoviert und mit 900 m² Wohnfläche und einem fast 7.000 m² großen Grundstück, zwei großen Wohnzimmern, sechs Hauptschlafzimmern, acht Badezimmern, maßgefertigten Möbeln und einem ovalen Swimmingpool mit Blick auf das Mittelmeer zu neuem Leben erweckt.
Die Identität des Käufers bleibt in diesen Hügeln, wo man undurchsichtige Tore öffentlichen Verlautbarungen vorzieht, ein heikles Thema. Laut dem Magazin „Challenges“ könnte es sich bei dem Käufer um Alexey Bogachev handeln, einen russischen Geschäftsmann, der bereits andere Immobilien in der Region besitzt – eine Hypothese, die den anhaltenden Einfluss internationaler Kunden auf den Luxusimmobilienmarkt verdeutlicht, selbst in Zeiten zunehmender Marktverknappung in traditionellen Märkten.
Dieser Verkauf ist Teil eines Trends, der die Côte d’Azur weiterhin zu einem Anziehungspunkt für die reichsten Menschen der Welt macht. Die prominenten Transaktionen dienen dabei als Gradmesser für einen einzigartigen Markt, der oft losgelöst von Kreditbedingungen und den Einschränkungen des Durchschnittskäufers agiert. Jüngstes Beispiel ist ein venezianischer Palazzo in Cannes, der für über 100 Millionen Euro an einen indischen Milliardär verkauft wurde – ein Zeichen dafür, dass Rekorde an dieser Küste nicht nur vergänglich sind, sondern Bestand haben werden.
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