Erste Rechenzentrumsinfrastruktur auf der Mondoberfläche
Erste Rechenzentrumsinfrastruktur auf der Mondoberfläche

In einem historischen Meilenstein hat LoneStar in Zusammenarbeit mit Fission die erste Rechenzentrumsinfrastruktur auf der Mondoberfläche an Bord der SpaceX Falcon 9-Rakete ins Leben gerufen, die am Mittwoch in Richtung Mond startete.

An Bord der Rakete befinden sich speziell für Rechenzentren entwickelte SSDs von Pascari, die mit Kundendaten von LoneStar geladen sind. Die Landung auf dem Mond ist für den 4. März geplant.

Dieser Schritt stellt den ersten Schritt zum Bau eines riesigen Weltraum-Rechenzentrums dar, das in Zukunft eine Kapazität im Petabyte-Bereich erreichen könnte, heißt es in einem Bericht von Tech Crunch.

Chris Stott, Gründer und CEO von LoneStar, gab bekannt, dass die Idee, ein Rechenzentrum im Weltraum zu bauen, bereits 2018 geboren wurde, mit dem Ziel, eine sichere Umgebung für die Speicherung von Daten fernab von irdischen Bedrohungen wie Naturkatastrophen und Cyberangriffen bereitzustellen.

Stott sagte: „Das Wertvollste, was die Menschheit heute besitzt, sind Daten, die sogar wertvoller sind als Öl. »

Fortschrittliche Technologie und beispiellose Mission

LoneStar arbeitete mit Fission zusammen, einem führenden Unternehmen im Bereich Weltraumspeicherlösungen, das zuvor Speichertechnologien für den Perseverance Rover der NASA auf dem Mars lieferte.

Laut Michael Woo, CEO von Fission, hat das Unternehmen fortschrittliche Speichereinheiten entwickelt, die den extremen Bedingungen im Weltraum standhalten können.

Die Technologie wird seit 2021 intensiven Tests unterzogen, um ihre Zuverlässigkeit sicherzustellen, da sie nach der Ankunft auf dem Mond nicht mehr einfach repariert werden kann.

Das erste Prototypmodell hat seine Tests Anfang 2024 erfolgreich abgeschlossen und damit erstmals Daten zur Mondoberfläche gesendet.

Verschiedene Auftraggeber

Zu den gespeicherten Daten gehören Informationen von Regierungen, die nach Lösungen für das Katastrophenmanagement forschen, von Raumfahrtagenturen, die fortschrittliche Modelle künstlicher Intelligenz testen, und von der Musikgruppe Imagine Dragons, die im Rahmen des Experiments ein Musikvideo eingesandt hat.

Weltraum-Rechenzentren: Die Zukunft der Speicherung

Angesichts der wachsenden Nachfrage nach künstlicher Intelligenz und fortschrittlicher Computertechnik betrachten viele Unternehmen den Weltraum als revolutionäre Lösung zur Datenspeicherung, da sie dort die unbegrenzte Sonnenenergie und die enormen Speicherkapazitäten nutzen können.

Wenn dieses Experiment erfolgreich ist, plant LoneStar, bis 2030 sechs spezialisierte Datenspeichersatelliten zu starten, was zu einer echten Revolution in der Welt der Cloud-Speicherung führen könnte.

Stott sagt: „Vor sechzig Jahren verfügten die Computer der Apollo-Mission über einen Speicher von 60 KB, und jetzt schicken wir 2 TB zum Mond. »