Asteroid YR4, entdeckt am 27. Dezember 2024 vom ATLAS-System in Chile, hat nun eine Wahrscheinlichkeit von 3,1 % der Erdberührungsgefahr 22. Dezember 2032, gemäß den neuesten Schätzungen der NASA. Diese Wahrscheinlichkeit, die einer Chance von 32 zu XNUMX entspricht, ist die höchste, die seit Beginn der Überwachung für ein Himmelsobjekt jemals registriert wurde.
Würde 2024 YR4 die Erde treffen, entspräche die freigesetzte Energie etwa 8 Megatonnen TNT, also fast der 500-fachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Ein solcher Aufprall könnte eine ganze Region verwüsten und Millionen von Menschenleben gefährden. Zu den gefährdeten Gebieten zählen dicht besiedelte Städte wie Bogota, Lagos, Mumbai und Chennai mit einer Gesamtbevölkerung von mehr als 110 Millionen Menschen.
Seit seiner Entdeckung wird 2024 YR4 streng überwacht. Das James-Webb-Weltraumteleskop wurde dringend mobilisiert, um die Daten zu seiner Umlaufbahn zu verfeinern. Ab April 2025 wird der Asteroid jedoch hinter der Sonne vorbeiziehen, so dass seine Beobachtung bis 2028 unmöglich ist. Dieser Zeitraum der Unsichtbarkeit erschwert die Verfolgung und die Planung möglicher Ablenkungsmissionen.
Wissenschaftler untersuchen verschiedene Strategien zur Eindämmung dieser Bedrohung. Dazu gehört auch der Einsatz kinetischer Impaktkörper, um die Flugbahn des Asteroiden zu verändern. Allerdings macht der knappe Zeitrahmen bis zum möglichen Aufpralltermin im Jahr 2032 die Durchführung solcher Missionen besonders komplex.