Instant-Messaging-Apps wie WhatsApp sind zu unverzichtbaren Werkzeugen im Alltag geworden und enthalten eine Fülle wichtiger Informationen über das Privat- und Berufsleben der Benutzer. Da es sich bei Konten um ein Hauptziel für Cyberkriminelle handelt, hat Kaspersky wichtige technische Tipps zum Schutz vor Hackerangriffen herausgegeben.
Cyberkriminelle nutzen hauptsächlich zwei Methoden, um WhatsApp-Konten zu hacken:
Die erste Möglichkeit besteht darin, über die Funktion „Verknüpfte Geräte“ ein weiteres Gerät hinzuzufügen, das Zugriff auf Unterhaltungen ermöglicht, ohne die Nutzung des Kontos durch den rechtmäßigen Eigentümer zu beeinträchtigen.
Bei der zweiten Methode wird das Konto auf einem anderen Gerät erneut registriert. Dadurch verliert der ursprüngliche Benutzer zwar den Zugriff, alte Unterhaltungen bleiben jedoch für Hacker unerreichbar.
Seifallah Jedidi, Regional Director of Consumer Business bei Kaspersky, sagte:
« Instant-Messaging-Apps sind private Bereiche, die mit Details aus unserem täglichen Leben, unseren Beziehungen zu unseren Lieben und manchmal sogar beruflichen oder vertraulichen Informationen gefüllt sind. Wenn Sie ungewöhnliche Aktivitäten bemerken, beispielsweise Antworten auf Nachrichten, die Sie nicht gesendet haben, oder wenn sich Ihre Freunde über seltsame Nachrichten von Ihrem Konto beschweren, ist es wichtig, sofort Maßnahmen zum Schutz Ihrer Privatsphäre zu ergreifen. »
Um ein WhatsApp-Konto vor Hackerangriffen zu schützen, empfiehlt Kaspersky die folgenden vorbeugenden Maßnahmen:
Aktivieren Sie die Zwei-Schritt-Verifizierung und merken Sie sich die PIN (über Kontoeinstellungen, Zwei-Schritt-Verifizierung).
Geben Sie Ihre PIN oder temporären Bestätigungscodes niemals an Dritte weiter – nur Betrüger fragen danach.
Verwenden Sie die Funktion für digitale Zugangsschlüssel, die kürzlich von WhatsApp eingeführt wurde (Einstellungen, Konto und Zugriffsschlüssel), das auf biometrischer Authentifizierung und der Speicherung eines Verschlüsselungsschlüssels auf dem Gerät basiert. Diese Methode ist sehr sicher, kann aber für diejenigen, die häufig das Gerät wechseln, umständlich sein.
Fügen Sie eine Backup-E-Mail-Adresse hinzu, um wieder Zugriff auf das Konto zu erhalten (über Einstellungen, Konto und E-Mail-Adresse).
Ändern Sie Ihr E-Mail-Passwort in ein starkes, einzigartiges Passwort und verwenden Sie Tools wie Kaspersky Password Manager, um es sicher zu speichern.
Aktivieren Sie die zweistufige Verifizierung für Ihr E-Mail-Konto.
Überprüfen Sie, ob Ihre SIM-Karte geklont oder betrügerisch ausgetauscht wurde. Gehen Sie persönlich zu Ihrem Anbieter und vergewissern Sie sich, dass für Ihre Nummer keine alternative SIM-Karte ausgestellt wurde und dass keine unbefugte Anrufweiterleitung aktiviert wurde. Im Falle einer Anomalie muss eine sofortige Aufhebung und Aktivierung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa das Verbot jeglicher Vorgänge ohne physische Anwesenheit oder das Hinzufügen eines Authentifizierungskennworts, angefordert werden. Diese Maßnahmen können je nach Land und Richtlinien des Betreibers unterschiedlich sein.
Abschließend weist Kaspersky darauf hin, dass die bei WhatsApp implementierten Sicherheitsmaßnahmen nicht ausreichen, wenn die Geräte selbst mit Malware infiziert sind. Aus diesem Grund empfiehlt das Unternehmen, auf allen Geräten eine umfassende Schutzlösung wie Kaspersky Premium zu installieren.