Schockierende Neuigkeiten! El Chapo will 32 Namen an Washington übergeben: ein Fall, der die mexikanische Regierung in Angst und Schrecken versetzt.
Schockierende Neuigkeiten! El Chapo will 32 Namen an Washington übergeben: ein Fall, der die mexikanische Regierung in Angst und Schrecken versetzt.

Joaquín „El Chapo“ Guzmán Loera, ehemaliger Chef des Sinaloa-Kartells, versucht, aus seinem Hochsicherheitsgefängnis in den USA eine politische Front wiederzueröffnen. Sein Anwalt in Mexiko, Gerardo Rincón Flores, behauptet, er werde den US-Behörden eine Liste zukommen lassen. 32 Beamte, die angeblich in Drogenhandel verwickelt sindDiese Liste, in dieser Phase, wurde nicht öffentlich gemachtEs wurde noch kein vollständiger Name offiziell bestätigt. Es wurden noch keine abschließenden Dokumente öffentlich vorgelegt.

Peña Nieto, López Obrador, Morena: die gezielten Kreise

Laut den Aussagen von Rincón Flores betreffen die Namen Personen, die mit den Verwaltungen vonEnrique Peña Nieto undAndrés Manuel López ObradorDer Anwalt behauptet außerdem, dass einige der genannten Beamten noch im Amt seien, während andere ihre Posten verlassen hätten oder sich politisch zurückgezogen hätten.  

Guzmán behauptet, Netzwerke ins Visier zu nehmen, die innerhalb des mexikanischen Staatsapparats noch aktiv sind oder erst kürzlich aktiv geworden sind. Der Anwalt versichert, die Liste sei länger als bisher angegeben: nicht zehn, sondern zweiunddreißig Namen.

Direkter Druck auf Mexiko

Der Fall kommt ans Licht, während El Chapo seine Bemühungen aus dem Bundesgefängnis ADX Florence in Colorado verstärkt. Er hat mehrere Briefe an die US-Justiz geschickt, um seine Situation anzufechten, eine gerichtliche Stellungnahme zu erbitten und seine Verlegung nach Mexiko zu fordern.  

Guzmán versucht, eine offizielle Reaktion zu provozieren. Er präsentiert sich als isolierter Gefangener, der von den mexikanischen Behörden ignoriert wird, und will den Fokus des Falls nach Washington lenken. Die Ankündigung einer Liste mit Namen von Drogenkartellfunktionären verleiht dem Kampf, der bisher vor allem im Gefängnis und vor Gericht ausgetragen wurde, eine politische Dimension.

Die Vereinigten Staaten haben bereits eine Tür geschlossen.

Für Guzmán ist der Zeitpunkt entscheidend. Ende Juni wies ein Bundesgericht in Colorado seine Zivilklage bezüglich seiner Haftbedingungen im ADX Florence ab, wo er seit Monaten die Isolation und die seiner Ansicht nach unmenschlichen Bedingungen anprangert. Der Richter entschied zugunsten der US-Behörden. Seine Klage gegen die Haftbedingungen blieb erfolglos. Die Liste mit den 32 Namen von Beamten dient nun als weiteres Druckmittel: nicht mehr nur, um um Hilfe zu bitten, sondern auch, um potenziell sensible Informationen über in den Drogenhandel verwickelte Politiker preiszugeben.

Ein lebenslänglich Verurteilter, der aber immer noch in der Lage ist, politisch für Aufsehen zu sorgen.

Zur Erinnerung: El Chapo verbüßt ​​eine Haftstrafe von lebenslange Freiheitsstrafe plus 30 Jahre Seit seiner Verurteilung in den USA im Jahr 2019 steht er unter intensiver Beobachtung. Das amerikanische Justizsystem befand ihn der Führung einer kriminellen Organisation mit Verbindungen zum Sinaloa-Kartell für schuldig, die Drogenhandel, Geldwäsche und Gewalttaten umfasste. Er wurde außerdem zur Einziehung von 12,6 Milliarden US-Dollar verurteilt. Seine rechtlichen Möglichkeiten sind sehr begrenzt. Politisch bleibt sein Name jedoch ein Tabu. Eine an die USA übermittelte Liste könnte, falls sie verwertbare Informationen enthält, Ermittlungen, Kooperationsanfragen oder sogar neue Verfahren gegen mexikanische Beamte auslösen.

Was könnte folgen

Sollte die Liste tatsächlich übergeben werden, sind zwei Szenarien denkbar. Entweder halten die US-Behörden sie für unzureichend, nicht überprüfbar oder voreingenommen, und sie bleibt lediglich ein Druckmittel. Oder es gibt Überschneidungen mit laufenden Ermittlungen, und der Fall könnte für aktuelle und ehemalige mexikanische Beamte brisant werden. Sicher ist vorerst nur eines: Aus seiner Zelle im ADX Florence versucht El Chapo, seine Isolation politisch zu instrumentalisieren. Und das erklärte Ziel ist nicht länger nur das US-Gefängnis, sondern die angeblichen Verbindungen zwischen der mexikanischen Regierung und dem Drogenhandel.