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Epstein: Børge Brende, Leiter des Weltwirtschaftsforums in Davos, tritt zurück

Der Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums, Børge Brende, gab am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt. Hintergrund waren der Druck von Medien und Institutionen aufgrund seiner früheren Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Dieser Entscheidung ging die Veröffentlichung von Dokumenten des US-Justizministeriums voraus, die die Kontakte zwischen Brende und Epstein detailliert dokumentieren.

Brende, der die Genfer Institution seit 2017 geleitet hatte und zuvor als norwegischer Außenminister tätig war, erklärte in einer Stellungnahme, seine Entscheidung sei durch den Wunsch motiviert, dem Forum den Fortbestand zu ermöglichen. „Seine wichtige Arbeit ohne Ablenkung“, ohne Epstein in seinem Rücktrittsschreiben explizit zu erwähnen.

Mehr als 100 Textnachrichten und E-Mails mit Epstein

Die vom US-Justizministerium veröffentlichten Enthüllungen zeigten, dass Borge Brende an drei Geschäftsessen mit Jeffrey Epstein teilgenommen und mit ihm E-Mails und SMS ausgetauscht hatte. Laut mehreren Berichten umfasste dieser Austausch mehr als hundert SMS und E-Mails.

Als Reaktion auf diese Enthüllungen leitete das WEF Anfang Februar eine unabhängige Untersuchung der Beziehung zwischen Brende und Epstein ein und beauftragte externe Rechtsberater damit. In einer separaten Erklärung gaben die Ko-Vorsitzenden des Forums, André Hoffmann und Larry Fink, bekannt, dass diese Untersuchung abgeschlossen wurde, ohne neue Erkenntnisse über die bereits öffentlich gemachten hinaus zutage zu fördern.

Im Anschluss an die Bekanntgabe ernannte das WEF Alois Zwinggi zum Interimspräsidenten und Exekutivdirektor, bis der Verwaltungsrat der Organisation, der jedes Jahr in Davos politische, wirtschaftliche und diplomatische Führungskräfte aus aller Welt zusammenbringt, einen permanenten Nachfolger ernennt.