Rund fünfzehn aus den Vereinigten Staaten abgeschobene Migranten landeten am Freitag, dem 17. April, in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, im Rahmen eines bilateralen Abkommens zwischen den Regierungen von Donald Trump und der kongolesische Präsident Félix Tshisekedi. Diese beiden ursprünglich aus Lateinamerika stammenden Personen stellen die erste konkrete Umsetzung dieses Systems dar.
Laut einer Quelle aus dem Umfeld der kongolesischen Präsidentschaft besteht die Gruppe aus sieben Frauen und acht Männern aus Peru und Ecuador. Ihre Ankunft ist Teil eines Programms, das Kinshasa als „vorübergehenden Aufnahmemechanismus für Drittstaatsangehörige“ im Zusammenhang mit der US-Einwanderungspolitik vorstellt.
Dieses Anfang April unterzeichnete Abkommen ist Teil einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern, insbesondere im Gesundheits- und Bergbausektor. Ende Februar hatten Washington und Kinshasa bereits eine Partnerschaft im Gesundheitssektor im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar geschlossen. Die genauen Bedingungen des Migrationsabkommens sind jedoch weiterhin unklar, insbesondere hinsichtlich möglicher Zugeständnisse an die Demokratische Republik Kongo.
Dort angekommen, würden die Migranten vorübergehend untergebracht, möglicherweise in einem Hotel in Kinshasa, mit Unterstützung der Internationalen Organisation für Migration, die ihnen Hilfe bei der „freiwilligen Rückkehr“ anbieten könnte. Diese Situation wurde von einigen NGOs und Anwälten kritisiert, die sich um die Achtung der Rechte der Betroffenen sorgen, insbesondere da einige von ihnen mutmaßlich unter Rechtsschutz stehen und nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden dürfen.
Die kongolesische Regierung betont den befristeten Charakter des Programms und versichert, dass jeder Fall individuell geprüft wird. Die Behörden geben zudem an, dass die USA die Logistikkosten tragen. Laut informierten Kreisen könnten monatlich etwa 50 Migranten in die Demokratische Republik Kongo geschickt werden, eine Gesamtzahl wurde jedoch nicht veröffentlicht.
Diese Überstellungen sind Teil einer umfassenderen Strategie der US-Regierung, Abschiebungen in Drittländer, insbesondere in Afrika, auszulagern. Diese Politik, die bereits mit mehreren Staaten des Kontinents umgesetzt wurde, hat scharfe Kritik von Menschenrechtsorganisationen hervorgerufen, die die Abkommen als intransparent und potenziell völkerrechtswidrig anprangern.
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