Das Berufungsgericht des Britischen Territoriums im Indischen Ozean (BIOT) mit Sitz in London hat die Urteilsverkündung im Zusammenhang mit der Räumungsmitteilung gegen vier Chagossianer, die seit Februar 2026 auf Coin Island im Peros-Banhos-Atoll leben, vertagt. Nach dreitägigen Anhörungen wurde noch kein Termin für die Urteilsverkündung festgelegt.
Die vier britischen Staatsangehörigen, Nachkommen von Chagossianern, die Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre vom Archipel vertrieben wurden, beanspruchen das Recht auf Rückkehr in ihre angestammten Gebiete. Das Gericht muss über ihr Selbstbestimmungsrecht entscheiden, und die Vertreibungsverfügung könnte aufrechterhalten werden, wenn die Position von Mauritius als die maßgebliche angesehen wird.
Die Angelegenheit ist weiterhin Gegenstand von Verhandlungen.
Dieses Verfahren erfolgt vor dem Hintergrund der Unsicherheit über die Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius. Gespräche zwischen London und Port Louis hatten 2025 zu einer Grundsatzvereinbarung geführt, die insbesondere den Weiterbetrieb des anglo-amerikanischen Militärstützpunkts auf Diego Garcia unter einem bestimmten Regime vorsah.
Seitdem haben mehrere Faktoren die Situation verändert, darunter der Wechsel der politischen Mehrheit im Vereinigten Königreich, der Rücktritt des ehemaligen Premierministers Keir Starmer, der das Abkommen unterstützt hatte, und die von Teilen der britischen Politik und der Öffentlichkeit geäußerten Vorbehalte. Bis zur Entscheidung des Berufungsgerichts bleibt die Zukunft der vier Chagossianer und der Prozess der Rückkehr des Archipels in die EU ungewiss.
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