Australische Richter gewährten am Freitag dem ehemaligen Soldaten Ben Roberts-Smith, einer prominenten Persönlichkeit der australischen Armee, gegen Kaution die Freiheit. Ihm werden Kriegsverbrechen in Afghanistan vorgeworfen. Er wurde am 7. April festgenommen und ist weiterhin wegen Taten aus den Jahren 2009 und 2012 angeklagt.
Ben Roberts-Smith, Träger des Victoria-Kreuzes, der höchsten militärischen Auszeichnung Australiens, wird fünffacher Mord beschuldigt, der als Kriegsverbrechen gilt. Die Anklagepunkte beziehen sich auf Einsätze während seines Einsatzes in Afghanistan als Teil der australischen Streitkräfte an der Seite ihrer Verbündeten.
Bei der Anhörung in Sydney entschied Richter Greg Grogin, dass die dem Angeklagten auferlegten Auflagen die mit seiner Freilassung verbundenen Risiken minimierten. „Ich bin zuversichtlich, dass die vorgeschlagenen Auflagen die Fluchtgefahr und das Risiko der Zeugenbeeinflussung verringern werden“, erklärte er.
Diese Entscheidung fällt in eine besonders heikle Zeit für Australien, wo Enthüllungen über mutmaßliche Militärverbrechen in Afghanistan die öffentliche Meinung stark beeinflusst haben. Der Fall Roberts-Smith ist aufgrund der hohen Bekanntheit des Angeklagten zu einem der sinnbildlichsten dieser Kontroversen geworden.
Der ehemalige Korporal, der einst als Nationalheld gefeiert wurde, muss sich nun den gegen ihn erhobenen Vorwürfen vor Gericht stellen, während die gerichtlichen Ermittlungen andauern.
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