PPDA sieht sich zwei neuen Beschwerden ausgesetzt: 13 Frauen beschuldigen ihn nun der sexuellen Gewalt.
PPDA sieht sich zwei neuen Beschwerden ausgesetzt: 13 Frauen beschuldigen ihn nun der sexuellen Gewalt.

Die Informationen wurden von unseren Kollegen bei RTL veröffentlicht. Gegen Patrick Poivre d'Arvor liegen zwei neue Anzeigen wegen sexueller Übergriffe vor. Mit diesen neuen Anzeigen beschuldigen nun 13 Frauen den ehemaligen TF1-Nachrichtensprecher der sexuellen Gewalt in einem laufenden Gerichtsverfahren.

Eine Anweisung, die sich erweitert

Diese beiden neuen Anzeigen verkomplizieren einen ohnehin schon komplexen Rechtsstreit. Seit 2021 haben mehrere Frauen Klagen wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung oder sexueller Gewalt gegen Patrick Poivre d'Arvor eingereicht. Der Fall erreichte im Dezember 2023 einen wichtigen Meilenstein, als PPDA im Fall Florence Porcel formell wegen Vergewaltigung angeklagt wurde. Die mutmaßlichen Vorfälle reichen bis ins Jahr 2009 zurück. Zudem wurde er in einem weiteren mutmaßlichen Fall aus dem Jahr 2004 als Kronzeuge eingesetzt. 

Die vorherige Florence Porcel

Der Fall kam im Februar 2021 mit der Anzeige von Florence Porcel ins Rollen. Die Autorin beschuldigte Patrick Poivre d'Arvor, sie 2004 und 2009 zweimal vergewaltigt zu haben. Nach dieser ersten Anzeige meldeten sich weitere Frauen oder erstatteten selbst Anzeige und schilderten Vorfälle, die sich angeblich über mehrere Jahre hinweg ereignet hatten, teilweise im beruflichen Kontext von Fernsehen, Medien oder Verlagswesen. 

Die Verschreibung, die den Kern der Angelegenheit ausmacht

Ein erheblicher Teil der Anschuldigungen betrifft vergangene Ereignisse. Mehrere Fälle wurden aufgrund der Verjährung abgewiesen, da die rechtliche Frist für eine Strafverfolgung als abgelaufen galt. Einige Kläger versuchen jedoch, die Serienhaftigkeit der angezeigten Straftaten anerkennen zu lassen. Das Ziel ist klar: das Vorliegen eines wiederkehrenden Musters mit demselben mutmaßlichen Täter und einer ähnlichen Vorgehensweise nachzuweisen, damit die Gerichte Fälle prüfen können, die zuvor als verjährt galten. 

Mehrere Gerichtsverfahren wurden eröffnet

Im Jahr 2024 wurde das gerichtliche Ermittlungsverfahren gegen Patrick Poivre d'Arvor bereits auf weitere Frauen ausgeweitet. Daraufhin wurden fünf neue Vergewaltigungsermittlungen eröffnet und den Untersuchungsrichtern am Gericht in Nanterre zugewiesen, nachdem Anzeigen von Nebenklägerinnen erstattet worden waren. Diese neuen Anzeigen stärken somit einen Fall, der sich nicht mehr auf eine einzelne Anschuldigung beschränkt, sondern vielmehr eine Vielzahl von Gerichtsverfahren, Zeugenaussagen und Einwänden im Zusammenhang mit mutmaßlichen Fällen sexueller Gewalt umfasst.

PPDA weist die Anschuldigungen zurück.

Patrick Poivre d'Arvor weist die Anschuldigungen zurück. Seine Verteidigung bestreitet die Vorwürfe und verweist insbesondere auf die Verjährung mehrerer Fälle. Der ehemalige Fernsehmoderator wurde in dieser Angelegenheit nicht verurteilt. Das Gericht muss nun entscheiden, was untersucht werden kann, was rechtlich zulässig ist und ob bestimmte vergangene Ereignisse angesichts der neuen Beschwerden und des Arguments der Wiederholungstat erneut geprüft werden können.