Die drei für den 3., 4. und 5. Dezember im Capitole Theatre in Québec geplanten Konzerte von Patrick Bruel wurden abgesagt. Gegen den Sänger liegen mehrere Anzeigen und Ermittlungen wegen sexueller Übergriffe vor, die er vehement bestreitet.
Drei Termine im Kalender abgehakt
Patrick Bruel sollte im Rahmen seiner Jubiläumstour in Quebec City auftreten. Schauen Sie sich also die Zahl 35 an.gewidmet dem 35. Jubiläum des Albums Schau malDrei Konzerte im Capitole Theatre waren für den 3., 4. und 5. Dezember 2026 geplant, im Anschluss an drei Konzerte im Olympia in Montreal am 27., 28. und 29. November.
Eine Entscheidung, die Patrick Bruel schwächt
Zur Erinnerung: Gegen Patrick Bruel liegen mehrere Anschuldigungen wegen sexueller Gewalt vor. Die Staatsanwaltschaft Nanterre hat insbesondere ein zuvor eingestelltes Vergewaltigungsverfahren wieder aufgenommen, während in Frankreich und Belgien weitere Anzeigen und Ermittlungen geprüft werden.
Die französische Regierung wird zur Stellungnahme aufgefordert.
In Frankreich hat die Kontroverse eine politische Dimension angenommen. Auf Nachfrage am Dienstag bekräftigte Regierungssprecherin Maud Bregeon, dass „Dieser Fall sollte von der Justiz und nicht vom Minister behandelt werden.“, während sie persönlich erklärte, dass sie nicht zu einem Konzert von Patrick Bruel gehen würde. Sie betonte außerdem die Notwendigkeit, Frauen zu ermutigen, ihre Stimme zu erheben.wobei er erneut betonte, dass das Justizsystem die Fakten feststellen müsse.
Der Druck rund um die Tour nimmt zu.
Seit mehreren Wochen fordert eine von feministischen Gruppen initiierte Petition die Absage der Tournee von Patrick Bruel. Die Petition richtet sich gegen Konzerte in Frankreich, Belgien, der Schweiz und Kanada. Bislang hatten mehrere französische Veranstalter erklärt, an ihren Terminen festzuhalten, und verwiesen dabei insbesondere auf die Unschuldsvermutung, bereits unterzeichnete Verträge und die finanziellen Folgen einer Absage.
Quebec, erstes starkes Signal
Die Absage der drei Konzerte in Québec markiert einen Wendepunkt und spiegelt den wachsenden Druck auf Produzenten, Veranstaltungsorte und Festivals wider, die den Künstler buchen. Ist dies die erste Absage einer langen Reihe? Wir werden es in den kommenden Tagen oder Wochen erfahren…