Patrick Bruel in Polizeigewahrsam, zwei neue Vergewaltigungsanzeigen eingereicht
Patrick Bruel in Polizeigewahrsam, zwei neue Vergewaltigungsanzeigen eingereicht

Patrick Bruel wurde platziert in Sorgerecht Am Montagmorgen wurde der Sänger und Schauspieler im Kriminalkommissariat der Pariser Polizei im Rahmen von Ermittlungen wegen des Verdachts auf Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexuelle Belästigung vernommen. Die Staatsanwaltschaft Nanterre gab bekannt, dass die laufenden Ermittlungen derzeit 13 mutmaßliche Opfer betreffen. Seine Untersuchungshaft kann bis zu 48 Stunden dauern. Zweck der Vernehmung ist die Klärung mehrerer bekannter Anzeigen sowie neuer, kürzlich in die Akte aufgenommener Berichte. 

Zwei neue Vergewaltigungsanzeigen

Am 27. Mai und 3. Juni erstatteten zwei Frauen neue Vergewaltigungsanzeigen. Die erste ist Florima Treiber, eine ehemalige Miss Elsass, die Patrick Bruel beschuldigt, sie im April 2008 vergewaltigt zu haben. Die zweite ist eine Physiotherapeutin namens Séverine, die eine Vergewaltigung im Mai 2000 angibt. Patrick Bruel bestreitet die Vorwürfe. 

Diese beiden Beschwerden ergänzen einen bereits umfangreichen Rechtsstreit, in dem mehrere Frauen dem Sänger Taten vorwerfen, die sich angeblich über mehrere Jahrzehnte erstrecken. 

Flavie Flament beschuldigt ihn der Vergewaltigung, als sie noch ein Teenager war.

Patrick Bruel ist auch Gegenstand einer Anzeige von Flavie Flament. Die Fernsehmoderatorin wirft ihm vor, sie 1991 in Paris vergewaltigt zu haben, als sie noch ein Teenager war. Der Sänger hat die Anschuldigungen zurückgewiesen und behauptet, ihre Beziehung sei nicht einvernehmlich gewesen. „Weder gewalttätig noch zwanghaft noch hinterhältig.“ 

Die Ermittlungen im Fall Ophélie Fajfer wurden wieder aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Nanterre hat die Ermittlungen wieder aufgenommen, nachdem eine Vergewaltigungsanzeige von Ophélie Fajfer im Jahr 2022 abgewiesen worden war. Die mutmaßlichen Vorfälle ereigneten sich 2015, als sie 19 Jahre alt war. Ihre Anwältin, Myriam Guedj Benayoun, begrüßte die Wiederaufnahme der Ermittlungen und erklärte, die Justiz müsse ihre Arbeit fortsetzen. 

Die Fakten werden in Frankreich und Belgien geprüft.

Die Anhörung von Patrick Bruel steht auch im Zusammenhang mit einer Beschwerde, die von belgischen Behörden weitergeleitet wurde, nachdem Anzeige wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung erstattet worden war, die 2010 in Brüssel an einer damals 40-jährigen Frau begangen worden sein sollen. 

Patrick Bruel weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Er beteuert, niemals jemanden zu einer sexuellen Beziehung gezwungen zu haben, und erklärt, er wolle die Justiz ihre Arbeit machen lassen.