Patrick Bruel wurde 2019 von einer Masseurin wegen unangemessenen Verhaltens beschuldigt; 2022 wurde eine finanzielle Einigung erzielt.
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Ein neues Element hat die Situation um Patrick Bruel weiter verkompliziert. Eine freiwillige Masseurin beim Paléo Festival im schweizerischen Nyon wirft dem Sänger unangemessenes Verhalten während der Veranstaltung 2019 vor. Der mutmaßliche Vorfall ereignete sich bei einer Massage-Session am Rande des Festivals. Die Frau behauptet, Patrick Bruel sei nackt gewesen und habe sie gebeten, seinen Intimbereich zu massieren. Der Sänger bestreitet die Vorwürfe.

Eine im Jahr 2022 erzielte Vereinbarung

Nach den mutmaßlichen Vorfällen wurde in der Schweiz ein Gerichtsverfahren eingeleitet. Dieses endete 2022 mit einer Vereinbarung zwischen den Parteien, die eine Vertraulichkeitsklausel enthielt. Laut Berichten sah diese Vereinbarung die Zahlung mehrerer Tausend Euro an einen Verein vor, der Migrantinnen unterstützt. Die Klage wurde daraufhin zurückgezogen. Patrick Bruels Verteidigung beteuert, dass kein unangemessenes Verhalten vorliege und der mutmaßliche Vorfall eine im Rahmen des Schweizer Gerichtsverfahrens angebotene außergerichtliche Einigung gewesen sei.

Das Paléo-Festival schließt seine Pforten

Das Paléo Festival hat nach Bekanntwerden des Vorfalls Stellung bezogen. Die Organisation erklärt, bereits 2019 über den Bericht informiert worden zu sein und die ehrenamtliche Helferin in ihrem Engagement unterstützt zu haben. Das Festival betrachtet die gemeldeten Vorfälle als schwerwiegend und gibt bekannt, dass Patrick Bruel nicht mehr zu Auftritten eingeladen wird. Diese Entscheidung markiert einen klaren Bruch zwischen dem Künstler und einem der größten Musikfestivals Europas.

Dieser Fall reiht sich in die anderen Anschuldigungen ein.

Patrick Bruel ist bereits Gegenstand mehrerer Anzeigen und Gerichtsverfahren wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe. Mehrere Frauen haben sich in den letzten Wochen gemeldet und dem Sänger Verhaltensweisen vorgeworfen, die sich zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Ländern ereignet haben sollen. Patrick Bruel weist alle Anschuldigungen zurück.