MENSCHEN Skandale und Rechtsfälle

Zweiter Haftbefehl gegen Raúl Rocha erlassen: Neue Ermittlungen wegen Geldwäsche belasten den Fall gegen den Miteigentümer der Miss Universe-Miss-Universe-Organisation.

Zweiter Haftbefehl gegen Raúl Rocha erlassen: Neue Ermittlungen wegen Geldwäsche belasten den Fall gegen den Miteigentümer der Miss Universe-Miss-Universe-Organisation.
Zweiter Haftbefehl gegen Raúl Rocha erlassen: Neue Ermittlungen wegen Geldwäsche belasten den Fall gegen den Miteigentümer der Miss Universe-Miss-Universe-Organisation.

Die mexikanische Bundesstaatsanwaltschaft hat einen neuen Haftbefehl gegen den Geschäftsmann Raúl Rocha Cantú, Miteigentümer der Miss Universe Organisation, beantragt. Dem neuen Verfahren liegt der Verdacht der Verwendung illegaler Gelder zugrunde, was nach mexikanischem Recht der Geldwäsche entspricht. Die Ermittlungen wurden nach einer Anzeige der Zentralstelle für Finanzinformationen (FIU) eingeleitet. Ziel ist es, Herkunft und Bestimmungsort zahlreicher Finanzströme zu ermitteln, die über mehrere mit dem Geschäftsmann verbundene Unternehmen flossen, sowie etwaige Mechanismen zur Verschleierung der Geldquellen.

Hunderte Millionen Pesos unter die Lupe genommen

Der Rechtsstreit betrifft mehrere Unternehmen, die als Teil der von den Behörden untersuchten Finanzstruktur gelten. Die Ermittler geben insbesondere an, dass die Impulsora Eagle SA de CV innerhalb eines Jahres Finanztransaktionen in Höhe von 122.847.167 Pesos verzeichnete und zudem eine Zahlung von 667.902 Pesos von der Gemeinde Los Cabos in Baja California Sur erhielt.

Ein weiteres Unternehmen, Operadora de Alimentos y Bebidas de Naucalpan SA de CV, soll 437 Einzahlungen in Höhe von insgesamt 69.508.755 Pesos getätigt haben, zusätzlich zu 17.449.680 Pesos in anderen Transaktionen. Laut Ermittlern könnten diese Vorgänge darauf hindeuten, dass Restaurants als Tarnfirmen genutzt wurden, um Bargeld in das Bankensystem einzuschleusen.

In der Beschwerde wird auch Soluciones Gasíferas del Sur SA de CV angeführt, ein Unternehmen im Besitz von Raúl Rocha Cantú, das einen Vertrag mit Petróleos Mexicanos (Pemex) im Wert von 745.645.019 Pesos erhalten hat.

Die Ermittlungen erwähnen auch GI Euromex SA de CV, die als das Unternehmen dargestellt wird, das Treasury- und operative Holdingdienstleistungen für die mutmaßliche Finanzstruktur erbrachte. Laut den Ermittlungsdokumenten verzeichnete dieses Unternehmen zwischen Mai und Oktober 2025 Banktransaktionen von über 122 Millionen Pesos und anschließend über 123 Millionen Pesos.

Fast 500 Bankkonten eingefroren

Im Rahmen der Ermittlungen haben die mexikanischen Behörden rund 500 Bankkonten eingefroren, die im Verdacht stehen, mit dem untersuchten Finanznetzwerk in Verbindung zu stehen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Finanzströme nachzuverfolgen und die mögliche Haftung der verschiedenen Personen und Unternehmen, gegen die ermittelt wird, festzustellen.

Dies ist kein aktueller Fall.

Dieser neue Haftbefehl ergänzt die bereits gegen Raúl Rocha Cantú eingeleiteten Gerichtsverfahren. Im vergangenen Jahr ordnete ein Richter des Bundesstrafgerichts in Querétaro seine Verhaftung wegen des Verdachts auf organisierte Kriminalität, Waffenhandel, Kohlenwasserstoffhandel und mutmaßliche Verbindungen zu Kartellen an.

Dieser erste Haftbefehl wurde jedoch nicht vollstreckt. Der Geschäftsmann hatte von einer Ermessensmaßnahme profitiert, einer gesetzlichen Bestimmung, die es ihm ermöglichte, als Kronzeuge in den Ermittlungen mitzuwirken. Anschließend teilten die Behörden mit, dass er nicht zu den von der Bundesanwaltschaft für den 8. Dezember des Vorjahres anberaumten Vernehmungen erschienen war. Die Bundesanwaltschaft beantragte daraufhin die Wiederaufnahme des Haftbefehls.

Raúl Rocha Cantú erwirkte zunächst durch ein Amparo-Verfahren einen Hinrichtungsaufschub. Wenige Tage später hob das Zweite Strafgericht des Vierten Gerichtsbezirks diese Maßnahme auf und eröffnete damit die Möglichkeit seiner Verhaftung.

Miss Universe erneut in die Skandale um Raúl Rocha verwickelt

Raúl Rocha Cantús Name ist seit seiner Beteiligung an der Miss Universe-Wahl untrennbar mit dem Unternehmen verbunden. Doch die neuen Gerichtsverfahren lenken die Aufmerksamkeit erneut auf die Unternehmensführung, deren Verbindungen zu Kartellen den Ruf und die Glaubwürdigkeit des Konzerns mehr denn je schädigen.

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