Patrick Bruel ist erneut in einen Fall von sexueller Nötigung verwickelt. Zwei Frauen haben neue Anzeigen gegen den Sänger erstattet, eine wegen sexueller Nötigung und die andere wegen versuchter Vergewaltigung. Beide Anzeigen wurden als Nebenklägerinnen in Nanterre eingereicht. Ziel dieses Verfahrens ist die Einsetzung eines Untersuchungsrichters und die Wiederaufnahme der Ermittlungen zu den mutmaßlichen Vorfällen.
Ein mutmaßlicher Übergriff während einer Massage
Die erste Beschwerde betrifft Vorfälle, die sich angeblich im Juli 2019 in einem Spa in der Nähe von Perpignan ereignet haben. Die Beschwerdeführerin, damals selbst Massagetherapeutin, wirft Patrick Bruel nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen während einer Massagebehandlung vor.
Die zweite Beschwerde betrifft ältere Ereignisse aus dem Frühjahr 2010 im Haus des Sängers in Neuilly-sur-Seine. Diesmal wirft die Beschwerdeführerin einen versuchten Vergewaltigungsvorwurf vor.
Die beiden Frauen hatten bereits in der Vergangenheit rechtliche Schritte eingeleitet. Die damals eröffneten Verfahren wurden im Dezember 2020 mangels Beweisen eingestellt.
Ein neuer rechtlicher Schritt
Die Einreichung einer Zivilklage verändert den Umfang des Verfahrens. Anders als bei einer einfachen Anzeige kann dieser Schritt zur Überweisung des Falls an einen Untersuchungsrichter führen, der die mutmaßlichen Vorfälle unabhängig untersucht. Bislang wurden keine Verurteilungen ausgesprochen. Patrick Bruel gilt weiterhin als unschuldig. Der Sänger bestreitet die Vorwürfe der Gewalt, Nötigung und Brutalität.
Die Anschuldigungen häufen sich.
Diese neuen Beschwerden folgen auf weitere Anschuldigungen gegen Patrick Bruel. Seit Wochen haben fast 30 Frauen ausgesagt oder Gerichtsverfahren wegen mutmaßlicher sexueller Gewalttaten eingeleitet, die sich über mehrere Jahre bis hin zu mehreren Jahrzehnten erstrecken.