Fall Patrick Bruel: Vier neue Zeugenaussagen und zwei Beschwerden
Fall Patrick Bruel: Vier neue Zeugenaussagen und zwei Beschwerden

Der Fall Patrick Bruel hat nach der Veröffentlichung einer Untersuchung durch... eine neue Wendung genommen.Elle In diesem Fall haben vier weitere Frauen den Sänger der mutmaßlichen sexuellen Gewalt beschuldigt, die von sexueller Nötigung bis hin zu Vergewaltigung reicht. Zwei von ihnen haben Anzeige erstattet, während die anderen beiden sich erstmals öffentlich äußern. Patrick Bruel weist die Anschuldigungen zurück und gilt bis zu seinem Tod als unschuldig. 

Ophélie Fajfers Aussage betrifft Ereignisse, die sie in den Sommer 2015 datiert.

Unter den Frauen, die sich zu Wort melden, hat Ophélie Fajfer beschlossen, unter ihrem eigenen Namen zu sprechen. Elle Die Ereignisse trugen sich im Sommer 2015 zu. Die damals 19-Jährige erklärt, sie habe Patrick Bruel im musikalischen Umfeld kennengelernt, nach einem ersten Kontakt während der Dreharbeiten zum Benefizkonzert „Enfoirés“ in Montpellier. Nach mehreren Nachrichten sei sie auf das Anwesen des Sängers in L’Isle-sur-la-Sorgue in der Region Vaucluse eingeladen worden. Dort, so ihre Aussage, eskalierte die Situation. 

Die junge Frau behauptet, sie sei gegen ihren Willen geküsst und anschließend in der Nähe des Swimmingpools des Anwesens unerwünschten Berührungen und digitaler Penetration ausgesetzt gewesen. Sie erinnert sich auch an einen Satz, der ihrer Aussage nach einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe: „Niemand wird es jemals erfahren.“ 

Eine im Jahr 2021 eingereichte, im Jahr 2022 abgewiesene und anschließend zur Überprüfung weitergeleitete Beschwerde

Laut den im Rahmen der Untersuchung veröffentlichten Informationen vonElleOphélie Fajfer erstattete 2021 Anzeige wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Das Verfahren wurde 2022 mangels Beweisen eingestellt. Kürzlich wurde der Fall jedoch zur erneuten Prüfung an eine andere Staatsanwaltschaft übergeben, wodurch die Angelegenheit wieder rechtlich relevant wurde. 

Eine Kulturjournalistin berichtet von einem versuchten Vergewaltigungsfall in Monaco im Jahr 2000.

Eine zweite Klägerin, die anonym bleiben möchte, gibt sich als Kulturjournalistin aus. Sie wirft der Polizei einen versuchten Vergewaltigungsversuch im Jahr 2000 vor. Laut ihrer Aussage ereignete sich der Vorfall in einem Hotelzimmer in Monaco im Anschluss an ein berufliches Treffen im Zusammenhang mit einem Musikprojekt. 

Zwei weitere Frauen berichten von sexuellen Übergriffen im beruflichen Umfeld der Sängerin.

Die beiden anderen Berichte betreffen mutmaßliche sexuelle Übergriffe aus den frühen 2000er-Jahren. Die betroffenen Frauen arbeiteten damals für das Label BMG und standen in Kontakt mit dem Künstler. Sie geben an, in Garderoben oder Hotelzimmern außerhalb von Geschäftstreffen sexuell belästigt worden zu sein. In einem Fall wird zudem von einer als gewalttätig beschriebenen Handlung und von Druckausübung im Arbeitsumfeld berichtet, wobei die dem Künstler zugeschriebene dominante Position angeblich eine Rolle spielte. 

Ein Fall, der eine neue Dimension annimmt

Mit dieser neuen Veröffentlichung nimmt der Fall eine neue Dimension an, da nun zahlreiche Zeugenaussagen öffentlich gemacht wurden und zwei neue Anzeigen in derselben Akte aufgeführt sind. Ophélie Fajfers Aussage, die nun öffentlich anerkannt ist, spielt in dieser neuen Phase eine zentrale Rolle, ebenso wie die anonyme Aussage einer Kulturjournalistin und zweier ehemaliger Kollegen aus der Musikbranche. Die geschilderten Fakten werden derzeit von Patrick Bruel bestritten, und es gab noch keine Verurteilungen.