Vergewaltigungsvorwürfe: Patrick Bruel wird in Belgien neu untersucht, einen Tag nachdem in Frankreich Ermittlungen eingeleitet wurden.
Vergewaltigungsvorwürfe: Patrick Bruel wird in Belgien neu untersucht, einen Tag nachdem in Frankreich Ermittlungen eingeleitet wurden.

Einen Tag nach der Bekanntgabe der in Frankreich eingeleiteten Ermittlungen wurde in Belgien ein gerichtliches Ermittlungsverfahren gegen Patrick Bruel eingeleitet. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch, dass eine Ende März beim Gericht in Mons eingereichte Anzeige an sie weitergeleitet wurde und dass nun Ermittlungen laufen.

Diese Beschwerde betrifft einen mutmaßlichen sexuellen Übergriff, der sich Berichten zufolge in Brüssel ereignet hat. Sie wurde von einem belgischen Pressesprecher eingereicht, der behauptet, der Vorfall habe sich 2010 in den Büroräumen von RTBF, dem belgischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ereignet.

In Paris wurde nach einer am 12. März eingereichten Anzeige eine Untersuchung eingeleitet.

In Frankreich hat die Pariser Staatsanwaltschaft am Dienstag die Einleitung von Ermittlungen bekannt gegeben, nachdem am 12. März Anzeige gegen Patrick Bruel wegen versuchter Vergewaltigung und sexueller Nötigung erstattet worden war. Die Anzeigende wirft Patrick Bruel Taten vor, die möglicherweise mehrere Jahrzehnte zurückliegen.

Die Identität der Anzeigenerstatterin wurde von der Pariser Staatsanwaltschaft nicht offiziell bekannt gegeben. Mehrere übereinstimmende Berichte deuten jedoch darauf hin, dass es sich um Daniela Elstner handelt, die derzeitige Generaldirektorin von Unifrance, der Organisation, die für die internationale Förderung des französischen Films zuständig ist.

In diesem Fall bestritt Patrick Bruel die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Durch seinen Anwalt ließ Patrick Bruel versichern, dass er nicht „Habe niemals eine Ablehnung ignoriert, niemals zu einer sexuellen Handlung oder Beziehung gezwungen.“

Alte Anschuldigungen, die bereits in anderen Fällen aufgetaucht sind

Patrick Bruels Name war bereits 2019 im Zusammenhang mit mehreren Fällen aufgetaucht. In jenem Jahr erstatteten zwei Masseurinnen Anzeige gegen ihn, eine in Perpignan wegen sexueller Nötigung, die andere auf Korsika wegen exhibitionistischer Handlungen und sexueller Belästigung. Diese Verfahren wurden schließlich eingestellt.

Im Zuge der damals durchgeführten Ermittlungen wurden auch andere Frauen von den Ermittlern zu ähnlichen Vorfällen befragt, einige davon datieren bis ins Jahr 2008 zurück. Patrick Bruel war auch Gegenstand eines Berichts der Schweizer Behörden, der ebenfalls eingestellt wurde.

Im Jahr 2026 führten neue Anschuldigungen zur Einleitung mehrerer gerichtlicher Ermittlungen in Frankreich und Belgien, wodurch Fragen zur rechtlichen Situation von Patrick Bruel erneut aufkamen.

Trotz der Skandale weiterhin große Beliebtheit

Trotz seiner juristischen Probleme hat Patrick Bruel eine treue Fangemeinde. Die Tickets für seine bevorstehende Tournee, die im Juni beginnen soll, waren schnell ausverkauft. Patrick Bruel tritt außerdem regelmäßig mit Les Enfoirés auf, der Benefizgruppe von Les Restos du Cœur, der er 1993 beigetreten ist.

Diese öffentliche Treue erklärt sich zum Teil durch Patrick Bruels Vielseitigkeit; er ist seit über 40 Jahren in Musik, Theater, Fernsehen und Film aktiv. Diese lange Karriere hat Patrick Bruel für mehrere Generationen zu einer vertrauten Persönlichkeit gemacht.

Ein Fall, der nun auf beiden Seiten der Grenze verfolgt wird.

Nachdem in Belgien – im Anschluss an die in Frankreich angekündigten Ermittlungen – ein Verfahren eingeleitet wurde, hat sich Patrick Bruels juristische Situation verändert. Die Ermittlungen in den verschiedenen Fällen dauern an, und es ist noch kein rechtskräftiges Urteil gefällt worden. Er gilt daher bis dato als unschuldig.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.