Anti-Covid-Impfstoffe: Ein Berater des Gerichtshofs der EU empfiehlt, die Beschwerde der Europäischen Kommission zurückzuweisen.
Anti-Covid-Impfstoffe: Ein Berater des Gerichtshofs der EU empfiehlt, die Beschwerde der Europäischen Kommission zurückzuweisen.

Die von der Europäischen Kommission in einem Streitfall um Covid-19-Impfstoffverträge eingelegte Beschwerde sollte zurückgewiesen werden, so die Meinung eines Rechtsberaters des Gerichtshofs der Europäischen Union. Diese Position könnte einen erheblichen Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens haben.

Bei diesem Streit geht es um Lieferverträge, die während der Pandemie zwischen der Europäischen Kommission und dem amerikanischen Labor Moderna Inc. geschlossen wurden, und zwar hinsichtlich der Bedingungen bestimmter Verträge für Covid-19-Impfstoffe.

Nach seiner Auffassung – dessen Empfehlungen von den Richtern in der Regel befolgt werden, obwohl sie nicht rechtsverbindlich sind – rechtfertigen die Argumente der Kommission weder die Aufhebung noch die Revision der angefochtenen Entscheidung. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Europäischen Gerichtshof.

Dieser Fall ist Teil einer Reihe von Streitigkeiten und juristischen Debatten im Zusammenhang mit dem Umgang der Europäischen Union mit Impfstoffkäufen während der Gesundheitskrise. Die überhastet abgeschlossenen Verträge wurden hinsichtlich ihrer Transparenz, Kosten und Verhandlungsmethoden kritisiert.

Für Brüssel sind diese Verfahren heikel, da sie sowohl die Bewältigung einer großen Gesundheitskrise als auch die institutionelle Verantwortung der europäischen Exekutive bei der Sicherstellung der Impfstoffversorgung der Mitgliedstaaten betreffen.

Die endgültige Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union steht nun aus und könnte die Position seines Rechtsberaters entweder bestätigen oder aufheben. Sie wird von den Mitgliedstaaten, Pharmaunternehmen und Beobachtern des europäischen Rechts aufmerksam verfolgt werden.

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