Eine neue Studie hat ergeben, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, an einigen der schwerwiegendsten Krebsarten zu erkranken, darunter Leberkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei Frauen besonders stark ist.
Laut der britischen Zeitung The GuardianDas Forschungsteam analysierte Daten von mehr als 23 Menschen, bei denen kürzlich Typ-000-Diabetes diagnostiziert worden war, und verglich sie mit Daten von mehr als 2 Menschen ohne Diabetes.
Die Studie ergab, dass bei Frauen, bei denen kürzlich Typ-2-Diabetes diagnostiziert wurde, die Wahrscheinlichkeit, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, fast doppelt so hoch war und die Wahrscheinlichkeit, an Leberkrebs zu erkranken, etwa fünfmal so hoch war.
Bei Männern mit Diabetes stieg das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs um etwa 74 %, während das Risiko für Leberkrebs um das Vierfache anstieg.
Die Studie zeigte auch, dass Diabetes das Darmkrebsrisiko erhöhen kann, allerdings in relativ geringerem Maße: Bei Frauen mit Diabetes war das Risiko um 34 % und bei Männern mit Diabetes um 27 % höher als bei Menschen ohne die Krankheit.
Wie Diabetes zu Krebs führen kann, ist noch unklar, Wissenschaftler vermuten jedoch, dass hohe Insulinwerte, hoher Blutzucker und chronische Entzündungen die Ursache sein könnten.
Geschlechtsspezifische Unterschiede im Risiko können mit dem Hormonspiegel, der Empfindlichkeit des Körpers gegenüber den Wirkungen von Insulin oder Unterschieden in der Körperfettverteilung zusammenhängen.
Die Forscher stellten außerdem fest, dass die Zahl der Krebsdiagnosen kurz nach der Diagnose von Diabetes tendenziell zunimmt, und zwar einfach deshalb, weil die Patienten häufiger medizinischen Untersuchungen unterzogen werden, bei denen auch andere gesundheitliche Probleme erkannt werden können.