Hantavirus: Ansturm auf FFP2-Masken in Frankreich nach Einlieferung von Patienten, die von dem Schiff evakuiert wurden
Hantavirus: Ansturm auf FFP2-Masken in Frankreich nach Einlieferung von Patienten, die von dem Schiff evakuiert wurden

Der Absatz von FFP2- und OP-Masken ist in Frankreich in den letzten Tagen aufgrund der Besorgnis über das Anden-Hantavirus sprunghaft angestiegen. Die Nachfrage nach FFP2-Masken hat sich in weniger als einer Woche verfünffacht, während die Nachfrage nach OP-Masken in mehreren Apotheken und Vertriebsketten sogar vervierfacht hat.

Passagiere wurden dringend nach Paris zurückgeführt.

Dieser Kaufanstieg erfolgte nach der medizinischen Evakuierung von fünf französischen Staatsangehörigen an Bord des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius, auf dem während einer Südamerikareise mehrere Verdachtsfälle von Hantavirus aufgetreten waren. Die Passagiere wurden im Krankenhaus von Bichat unter strenger Beobachtung aufgenommen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Unter ihnen wurde eine Person positiv auf das Anden-Hantavirus getestet und befindet sich derzeit in ernstem Zustand auf der Intensivstation. Die Gesundheitsbehörden überwachen engmaschig alle Kontaktpersonen des Infizierten, obwohl das Übertragungsrisiko weiterhin als gering eingeschätzt wird und sich deutlich von den großen Atemwegsepidemien der letzten Jahre unterscheidet.

Eine Sorge, die durch die Erinnerung an Covid genährt wird.

Die Nachricht von dieser Krankenhauseinweisung löste umgehend Reaktionen aus, die bereits während der Covid-19-Pandemie beobachtet wurden. In mehreren französischen Apotheken, insbesondere in der Region Paris, kam es bereits zu vorübergehenden Engpässen bei Atemschutzmasken. Auch die Suchanfragen zum Hantavirus haben im Internet und in den sozialen Medien deutlich zugenommen.

Das Anden-Hantavirus ist ein seltener Stamm, der vorwiegend in Südamerika, insbesondere in Argentinien und Chile, nachgewiesen wurde. Im Gegensatz zu anderen Hantaviren, die ausschließlich von Nagetieren übertragen werden, zeigte diese Variante in einigen Fällen bereits eine begrenzte Übertragbarkeit zwischen Menschen, was die erhöhte Wachsamkeit internationaler Gesundheitsbehörden erklärt.

Die Gesundheitsbehörden rufen zur Ruhe auf

Bislang wurde in Frankreich kein Ausbruch festgestellt. Die Behörden betonen erneut, dass das Hantavirus eine seltene Erkrankung ist und die Isolationsmaßnahmen für evakuierte Patienten speziell darauf ausgelegt sind, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Ermittlungen zur Kontaktverfolgung der Passagiere des Schiffes und zur Aufklärung der genauen Umstände der Infektion an Bord der MV Hondius dauern jedoch an.

Das Gesundheitsministerium und mehrere Infektiologen betonen ebenfalls, dass es derzeit keine Hinweise auf eine mit Covid-19 vergleichbare Situation gibt. Die rasche mediale Berichterstattung über den Fall zeigt jedoch, wie Gesundheitsprobleme weiterhin starke kollektive Reaktionen hervorrufen, sobald ein neues Infektionsrisiko auftritt.

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