Regenwasser trinken? Eine sehr schlechte Idee…
Regenwasser trinken? Eine sehr schlechte Idee…

Die Regenschauer, die auf unsere Köpfe niederprasseln, sind nicht mehr so ​​harmlos wie früher. Hinter ihrer scheinbaren Frische verbergen sich heute unsichtbare, aber sehr reale Partikel: Mikroplastik und ewige Schadstoffe. Infolgedessen ist selbst Wasser, das vom Himmel fällt und lange Zeit als rein galt, heute ein Vektor der Umweltverschmutzung ... und möglicherweise auch der Gesundheitsgefährdung.

PFAS und Mikroplastik infiltrieren den Wasserkreislauf

Die Warnung ist nicht neu, aber die wissenschaftlichen Beweise häufen sich. Seit mehreren Jahren berichten Studien über das Vorhandensein von Mikropartikeln aus Kunststoff selbst in den entlegensten Naturgebieten. Im Jahr 2020 identifizierte ein Team amerikanischer Forscher Mikroplastik im Regen, der Nationalparks im Westen der USA überschwemmte. Ursache sind Autoabgase, aber auch Plastikmüll, der in den Meeren schwimmt, verdunsten und mit dem Niederschlag wieder herabsinken kann. Zu diesem unsichtbaren Cocktail kommen noch PFAS hinzu – diese chemischen Schadstoffe werden aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegen den natürlichen Abbau auch „ewig“ genannt. Sie sind allgegenwärtig: in antihaftbeschichteten Pfannen, wasserdichten Textilien und sogar Lebensmittelverpackungen. Einmal freigesetzt, gelangen auch sie in den Wasserkreislauf.

Auf dem Weg zu einem neuen massiven Gesundheitsrisiko?

Diese allgegenwärtige Verschmutzung bereitet den Wissenschaftlern Sorgen. Denn weder Kläranlagen noch Trinkwasseraufbereitung sind in der Lage, diese Partikel vollständig zu eliminieren. Eine im Januar 2025 veröffentlichte Studie in Mehr Wasser deckt Spuren von Mikroplastik in Leitungswasser und Flaschenwasser in Frankreich auf. Noch beunruhigender: Laut Nature Medicinewürde das menschliche Gehirn im Durchschnitt das Äquivalent eines Plastiklöffels dieser unsichtbaren Rückstände enthalten. Die genauen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit müssen noch ermittelt werden, doch die Warnsignale mehren sich. Es werden bereits Zusammenhänge mit bestimmten schweren Erkrankungen vermutet: Krebs, Herzkrankheiten, Nierenerkrankungen oder neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer. Während es in den 1970er Jahren zu saurem Regen kam, droht heute der Plastikregen. Nur handelt es sich diesmal nicht um einen Schadstoff, der durch Emissionsreduzierung eingedämmt werden kann: Mikroplastik und PFAS sind überall. Und es könnte durchaus zu einem festen Bestandteil unserer Teller, unserer Getränke … und unserer Körper werden.