Frankreich ist mit einer besorgniserregenden Wiederaufflammung der Masernerkrankungen konfrontiert: Seit Januar 180 wurden 2025 Fälle registriert, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2024. Fast die Hälfte der Betroffenen musste ins Krankenhaus, und jeder Fünfte erlitt Komplikationen, darunter eine Enzephalitis. Besonders betroffen sind Kleinkinder: 35 % der Fälle treten bei Kindern unter vier Jahren auf.
Diese explosionsartige Zunahme der Kontaminationen ist Teil eines alarmierenden weltweiten Trends. In Europa verdoppelte sich die Zahl der Fälle im Jahr 2024 und erreichte laut WHO 128 Infektionen und 000 Todesfälle. In den USA, wo die Masern seit dem Jahr 38 als ausgerottet galten, wurden in jüngster Zeit Hunderte von Fällen und mehrere Todesfälle gemeldet.
Der Hauptfaktor für diese Ausbreitung ist nach wie vor die unzureichende Durchimpfungsrate. In Frankreich waren 70 % der Patienten nicht geimpft oder hatten keine aktuelle Auffrischungsimpfung erhalten. Um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, ist jedoch eine Impfrate von 95 % erforderlich, ein Schwellenwert, der in mehreren westlichen Ländern bei weitem nicht erreicht wird.
Das französische Gesundheitsamt warnt außerdem vor einem direkten Zusammenhang zwischen französischen Fällen und Reisen nach Marokko, einem Land, das mit einem Anstieg der Epidemie konfrontiert ist. 23 % der Fälle in Frankreich stehen direkt oder indirekt mit einem Aufenthalt in diesem Land in Verbindung, das eine Notfallimpfkampagne gestartet hat.
Angesichts dieser Situation verstärken die Gesundheitsbehörden ihre Forderungen nach Impfungen, insbesondere für Kinder, Fachkräfte im Bereich der frühen Kindheit und Reisende. Masern, eine hoch ansteckende Krankheit, können schwere neurologische und pulmonale Komplikationen verursachen. Während Verschwörungstheorien gegen Impfungen immer mehr an Bedeutung gewinnen, sind Experten besorgt über das Risiko eines Wiederaufflammens vermeidbarer Epidemien. Das französische Gesundheitsamt fordert die Bevölkerung dringend auf, ihren Impfstatus zu überprüfen und im Zweifelsfall einen Arzt zu konsultieren.