Die französische Krankenversicherung (Assurance Maladie) plant einen neuen Schritt im Kampf gegen das Rauchen: den Verkauf von Zigaretten an alle nach 2009 Geborenen zu verbieten. Diese Maßnahme, die im Jahresbericht „Ausgaben und Einnahmen“ vorgestellt wurde, zielt darauf ab, eine Generation zu schaffen, die niemals legal Tabakwaren erwerben kann. Die Versicherung ist überzeugt, dass diese Änderung die Präventionspolitik in Frankreich nachhaltig stärken wird.
Der Generaldirektor der Nationalen Krankenversicherung, Thomas Fatôme, wies darauf hin, dass andere Länder diesen Weg bereits eingeschlagen hätten, insbesondere Großbritannien. Seinen Angaben zufolge hinkt Frankreich trotz Preiserhöhungen und seit Jahren geltenden Gesundheitswarnungen im Kampf gegen den Tabakkonsum vielen seiner Nachbarn hinterher.
Eine umfassendere Präventionsstrategie
Neben Tabak empfiehlt die französische Krankenversicherung (Assurance Maladie) die verpflichtende Kennzeichnung aller verpackten Lebensmittel mit dem Nutri-Score-Label sowie die Angabe des Verarbeitungsgrades. Sie befürwortet außerdem die Helmpflicht für Radfahrer und die Nutzung motorisierter Mobilitätshilfen für Personen ab 12 Jahren sowie eine groß angelegte Pneumokokken-Impfkampagne für Menschen über 65.
Diese Vorschläge erfolgen vor dem Hintergrund einer drastischen Verschlechterung der Finanzlage des nationalen Krankenversicherungssystems, dessen Defizit in diesem Jahr voraussichtlich 13,8 Milliarden Euro erreichen und in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Die Organisation schätzt, dass ihre Empfehlungen, ergänzt durch verschiedene Kosteneinsparungsmaßnahmen im Gesundheitswesen, bis 2030 jährliche Einsparungen von fast 3,9 Milliarden Euro generieren könnten.
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