Notaufnahmen: Die Wartezeiten haben sich in den letzten zehn Jahren stark verlängert.
Notaufnahmen: Die Wartezeiten haben sich in den letzten zehn Jahren stark verlängert.

Patienten verbringen immer längere Zeit in Notaufnahmen. Laut einer Studie der Direktion für Forschung, Studien, Evaluation und Statistik (DREES) betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Notaufnahme im Jahr 2023 3 Stunden und 10 Minuten, verglichen mit 2 Stunden und 15 Minuten zehn Jahre zuvor. Dieser Anstieg betrifft alle Patientengruppen, unabhängig davon, ob eine einfache Beratung, weiterführende Untersuchungen oder eine stationäre Aufnahme erforderlich sind.

Bei Patienten, die von einem Arzt ohne spezielle technische Untersuchung untersucht werden, verlässt die Hälfte die Notaufnahme mittlerweile in weniger als 1 Stunde 35 Minuten, zwanzig Minuten länger als im Jahr 2013. Patienten, die biologische Tests, bildgebende Verfahren oder eine spezielle Behandlung benötigen, verbringen durchschnittlich fast vier Stunden in der Notaufnahme.

Noch längere Wartezeiten für Krankenhausaufenthalte

Die Situation ist besonders kritisch für Patienten, die stationär behandelt werden müssen. Jeder zweite Patient verbringt mittlerweile mindestens 6 Stunden und 30 Minuten in der Notaufnahme, bevor er ein Bett erhält – 1 Stunde und 45 Minuten länger als noch vor zehn Jahren. Bei Patienten, die in eine Kurzzeitstation aufgenommen werden, beträgt die durchschnittliche Wartezeit sogar 17 Stunden und 30 Minuten.

Die Studie hebt zudem hervor, dass die Patientenzahl in Krankenhäusern maßgeblich zu längeren Wartezeiten beiträgt. In den größten Notaufnahmen sind die Wartezeiten deutlich länger als in Einrichtungen mit weniger Patienten. Diese Ergebnisse bestätigen den anhaltenden Druck auf französische Krankenhäuser, die mit steigender Auslastung sowie organisatorischen und personellen Herausforderungen konfrontiert sind.

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