Das Maripa-Virus, das 2008 erstmals in Französisch-Guayana identifiziert wurde, wird trotz einer geringen Anzahl gemeldeter Infektionen weiterhin verstärkt von den Gesundheitsbehörden überwacht. Dieses Hantavirus, das von wilden Nagetieren auf den Menschen übertragen wird, verursacht eine seltene, aber potenziell schwere Form des Atemwegssyndroms; seit seinem Auftreten in der Region wurden mehrere Todesfälle verzeichnet.
Seit dem ersten menschlichen Fall sind die gemeldeten Ausbrüche zwar weiterhin sporadisch, aber aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate besorgniserregend. Laut der französischen Gesundheitsbehörde Public Health wurden seit 2008 elf Fälle in Französisch-Guayana festgestellt, sechs davon mit tödlichem Ausgang. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich durch Kontakt mit Staub, der mit dem Kot infizierter Nagetiere verunreinigt ist, die in offenen Gebieten oder in der Nähe von Häusern leben.
Ein unauffälliger, aber stetiger Verkehrsfluss
Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass die Ausbreitung langsamer und weniger explosionsartig verläuft als bei anderen neu auftretenden Viren im Amazonasgebiet. Untersuchungen der letzten Jahre zu mehreren Fällen haben die wahrscheinliche Existenz zurückliegender oder nur leicht symptomatischer Infektionen ergeben, was auf eine breitere Zirkulation des Virus ohne größere Epidemien hindeutet.
Teams des Pasteur-Instituts von Französisch-Guayana, der regionalen Gesundheitsbehörde (ARS) und des Krankenhauszentrums von Cayenne führen weiterhin Feldstudien durch, um die Übertragungswege und Risikogebiete besser zu verstehen. Die Gesundheitsbehörden legen besonderen Wert auf Präventionsmaßnahmen wie die Reinigung kontaminierter Orte und die Vermeidung des Kontakts mit wilden Nagetieren, da Umweltveränderungen zum Auftreten neuer Fälle führen könnten.
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