Prävention von Arbeitsunfällen: Der Staat stärkt die Ressourcen des INRS.
Prävention von Arbeitsunfällen: Der Staat stärkt die Ressourcen des INRS.

Die Regierung hat eine schrittweise Erhöhung der Mittel für das Nationale Institut für Forschung und Sicherheit (INRS), die führende Organisation für die Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, angekündigt. Dessen Budget soll bis 2028 auf über 90 Millionen Euro steigen, verglichen mit 87 Millionen Euro im Jahr 2025. Dies entspricht einer Steigerung von 3,4 Prozent.

Das in der Nähe von Nancy gelegene Institut erfährt angesichts der anhaltenden Verschlechterung der Indikatoren für Arbeitssicherheit eine Stärkung seiner Ressourcen. Der Arbeitsminister, Jean-Pierre FarandouEr bekräftigte dieses Engagement bei der Vorstellung einer neuen nationalen Präventionskampagne, während er sich auf einen Besuch des INRS-Standorts und mehrerer an diesen Problemen beteiligter Unternehmen vorbereitet.

Eine Reaktion auf anhaltend hohe Sterblichkeitsraten

Im Jahr 2024 kamen 764 Beschäftigte des privaten Sektors infolge von Arbeitsunfällen ums Leben – eine Zahl, die laut Angaben der französischen Krankenversicherung gestiegen ist. Besonders betroffen sind die Branchen Transport, Bauwesen und Metallurgie sowie der Dienstleistungs- und Lebensmittelsektor, wobei letzterer einen Anstieg der Todesfälle um mehr als 20 % innerhalb eines Jahres verzeichnete.

Neben erhöhten Fördermitteln plant die Regierung auch die Förderung eines anreizbasierten Ansatzes. Es sollen Mechanismen zur Anerkennung bewährter Verfahren eingeführt werden, um Unternehmen zur Entwicklung einer Sicherheitskultur zu ermutigen, die das Ministerium als entscheidenden Hebel zur Eindämmung des Anstiegs von Arbeitsunfällen betrachtet.