Seit Januar 2026 wurden in Französisch-Polynesien 32 Fälle von Leptospirose registriert, von denen etwa 20 eine stationäre Behandlung und neun eine intensivmedizinische Betreuung erforderten. Ein Todesfall wurde ebenfalls gemeldet. Die Gesundheitsbehörden mahnen zu erhöhter Wachsamkeit, da die Regenzeit die Ausbreitung dieser bakteriellen Infektion begünstigt.
Leptospirose wird durch Kontakt mit Wasser oder Boden übertragen, der mit Tierurin, insbesondere dem von Nagetieren, verunreinigt ist. Landwirtschaftliche Tätigkeiten, Arbeiten im Freien und Reisen in Überschwemmungsgebiete gelten als Hochrisikosituationen. Gefährdeten Personen wird empfohlen, Schutzausrüstung zu tragen und den Kontakt mit stehenden Gewässern zu vermeiden.
Symptome ähnlich wie bei einer Grippe
Die Krankheit beginnt typischerweise mit unspezifischen Symptomen wie hohem Fieber, Muskelschmerzen und extremer Müdigkeit. Die Behörden weisen darauf hin, dass hohes Fieber nach Aufenthalt in feuchter Umgebung – sofern keine Grippeepidemie oder aktive Dengue-Übertragung vorliegt – umgehend ärztlich untersucht werden sollte.
Im Jahr 2025 wurden in der Region 175 Fälle registriert. Die Gesundheitsbehörden betonen die Wichtigkeit einer frühzeitigen Behandlung, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Sie empfehlen außerdem, Wunden zu desinfizieren, die Nagerpopulation zu kontrollieren und Präventionsmaßnahmen zur Eindämmung der Übertragung zu befolgen.