Pestizide: Der Senat beschließt die kontrollierte Wiedereinführung verbotener Substanzen
Pestizide: Der Senat beschließt die kontrollierte Wiedereinführung verbotener Substanzen

Der französische Senat verabschiedete am späten Montagabend eine umstrittene Bestimmung, die die vorübergehende Wiederzulassung bestimmter, in Frankreich verbotener Insektizide ermöglicht. Diese im Gesetzentwurf zur Bewältigung der Agrarkrise enthaltene Maßnahme steht im Widerspruch zur Position der Regierung.

Die Maßnahme sieht die regulierte Verwendung zweier Substanzen vor, die in mehreren europäischen Ländern noch zugelassen sind, und soll die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Landwirtschaft stärken. Ihre Befürworter argumentieren, dass das derzeitige Verbot inländische Erzeuger gegenüber ausländischen Wettbewerbern benachteiligt, die weniger strengen Vorschriften unterliegen.

Eine politische und ökologische Spaltung


Die Maßnahme hat heftigen Widerstand von linken Parteien und Umweltorganisationen hervorgerufen, die sie als Rückschritt im Hinblick auf den Schutz der Biodiversität und die öffentliche Gesundheit verurteilen. Mehrere gewählte Amtsträger haben sie als ein negatives Signal inmitten der Klima- und Gesundheitskrise kritisiert.

Der ohnehin schon geschwächte Regierungstext könnte bei der anschließenden Überprüfung durch diese Meinungsverschiedenheiten weiter beeinträchtigt werden. Die Exekutive befürchtet, dass eine anhaltende Uneinigkeit in diesem Punkt die Gesamtverabschiedung der Reform gefährden könnte, insbesondere da in den kommenden Wochen Gespräche zwischen Abgeordneten und Senatoren erwartet werden.

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