Auf Réunion wurden zwei neue Pockenfälle (MPOX) festgestellt, wie die regionale Gesundheitsbehörde (ARS) am Montag mitteilte. Diese Infektionen stehen im Zusammenhang mit dem zweiten importierten Fall aus Madagaskar, der am 9. Februar bestätigt wurde. Die beiden Betroffenen leben im selben Haushalt. Seit Jahresbeginn wurden auf der Insel vier Fälle registriert.
Als Reaktion auf die Ausbreitung des Virus im Indischen Ozean, insbesondere in Madagaskar, startete die regionale Gesundheitsbehörde (ARS) am 9. Februar eine präventive Impfkampagne, die sich an die Risikogruppen richtet: Reisende in Risikogebiete, medizinisches Fachpersonal, immungeschwächte Personen, Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sowie Personen mit mehreren Sexualpartnern. Auch engen Kontaktpersonen wird nach einer möglichen Ansteckung eine Impfung angeboten, idealerweise innerhalb von vier Tagen.
Impfung und verbesserte Präventionsmaßnahmen
Die Impfungen werden nach Terminvereinbarung in drei Impfzentren auf der Insel verabreicht. Das Impfschema umfasst zwei Dosen im Abstand von vier Wochen. Der Impfschutz gilt zwei Wochen nach der zweiten Impfung als erworben. Personen, die bereits in der Kindheit gegen Pocken geimpft wurden, benötigen nur eine Dosis.
Mycox äußert sich vorwiegend durch Hautausschlag oder Schleimhautgeschwüre, manchmal begleitet von Fieber, Kopfschmerzen und geschwollenen Lymphknoten. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch engen Kontakt mit einer infizierten Person über Hautläsionen, Schleimhäute oder kontaminierte Gegenstände. Die regionale Gesundheitsbehörde (ARS) empfiehlt allen Personen mit entsprechenden Symptomen, insbesondere nach der Rückkehr aus einem Gebiet mit aktiver Virusübertragung, sich umgehend an einen Arzt oder den Notruf (SAMU 15) zu wenden und sich bis zum Erhalt ärztlicher Anweisungen selbst zu isolieren.