ANSES empfiehlt, jede halbe Stunde 3 bis 5 Minuten zu gehen 
ANSES empfiehlt, jede halbe Stunde 3 bis 5 Minuten zu gehen 

Angesichts eines zunehmend statischen Lebensstils rufen Gesundheitsbehörden zu mehr Bewegung auf. Die französische Agentur für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz (ANSES) empfiehlt, den sitzenden Lebensstil regelmäßig zu unterbrechen und alle 30 Minuten drei bis fünf Minuten zu gehen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die mit einem sitzenden Lebensstil verbundenen Risiken zu reduzieren, der zu einem echten Gesundheitsproblem geworden ist.

Sieben Stunden am Tag ohne Bewegung

Laut ANSES verbringen die Franzosen durchschnittlich sieben Stunden täglich im Sitzen, sei es vor dem Bildschirm, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Büro. Diese anhaltende Inaktivität fördert die Entstehung von Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar bestimmten Krebsarten. „Es reicht nicht, aufzustehen und im Büro herumzulaufen“, betont Irène Margaritis, Spezialistin der Agentur. Die Pause sollte motorische Übungen beinhalten, wie zum Beispiel einen flotten Spaziergang oder dynamische Dehnübungen. Diese Empfehlungen gelten sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, die in der Schule oft mehrere Stunden am Stück sitzen müssen. Die Agentur betont, dass diese Gewohnheit regelmäßiger Bewegung die Konzentration verbessert, Müdigkeit reduziert und zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt.

Eine Praxis, die noch immer schwer anzuwenden ist

Obwohl die Empfehlung selbstverständlich erscheint, bleibt ihre Umsetzung im Alltag komplex. Am Arbeitsplatz gibt es nur wenige Strukturen, die es den Mitarbeitern erlauben, ihren Schreibtisch so häufig zu verlassen. In Schulen erschwert das Unterrichtstempo diese Pausen ebenso. Die ANSES ruft daher dazu auf, gemeinsam über die Organisation von Arbeit und Unterricht nachzudenken, um diese Momente der Mobilität in den Alltag zu integrieren. Einfache Lösungen können helfen, einen sitzenden Lebensstil zu durchbrechen: beim Telefonieren im Stehen zu sitzen, sich zu bewegen, um mit einem Kollegen zu sprechen, oder sogar einen flotten Spaziergang in den Pausen zu machen. Die zugrunde liegende Botschaft ist klar: Es geht nicht nur um Bewegung, sondern darum, wieder zu lernen, sich im Laufe des Tages zu bewegen. Denn es ist die Regelmäßigkeit der Bewegung, mehr als ihre Intensität, die die Gesundheit wirklich schützt.

Was sollten wir uns schnell merken?

Angesichts eines zunehmend statischen Lebensstils fordern die Gesundheitsbehörden mehr Bewegung. Die französische Nationale Agentur für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz (ANSES) empfiehlt