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Hantavirus: Ein französischer Passagier zeigte während seines Rückführungsfluges Symptome.

Die Rückführung der fünf französischen Passagiere der MV Hondius, eines von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs, nahm am Sonntag eine besorgniserregende Wendung. Einer von ihnen entwickelte während des medizinischen Rückflugs nach Frankreich Symptome. Die Maschine landete auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris, wo die Passagiere in die Obhut der Gesundheitsbehörden übergeben wurden. Die fünf französischen Staatsbürger wurden vorsorglich sofort isoliert, da sie alle Kontakt zu dem Infektionsherd auf dem Schiff hatten. 

Fünf isolierte Passagiere, ein Verdachtsfall wird untersucht

Die fünf französischen Staatsangehörigen gelten als Hochrisikokontakte. Die Person mit Symptomen wird nun vorrangig medizinisch untersucht, während die vier anderen Passagiere aufgrund ihrer Anwesenheit an Bord desselben Schiffes und desselben Rückführungsfluges weiterhin unter Beobachtung stehen. 

Das Protokoll sieht eine anfängliche 72-stündige Quarantäne im Bichat-Krankenhaus in Paris vor, um eine umfassende Untersuchung zu ermöglichen. Bei einem positiven Testergebnis oder einem starken Verdacht muss die betroffene Person in Isolation im Krankenhaus bleiben. Ist das Testergebnis negativ, können die Reisenden nach einer Phase der Selbstisolation und Gesundheitsüberwachung nach Hause zurückkehren. 

Eine 42-tägige Isolationszeit zur Abdeckung der Inkubationszeit

Der 42-tägige Überwachungszeitraum entspricht der maximalen Inkubationszeit, die für diese Art der Exposition angenommen wird.

Das Hantavirus kann erst nach einigen Tagen oder Wochen Symptome hervorrufen. Die ersten Anzeichen ähneln denen einer gewöhnlichen Infektion: Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Atemprobleme. Aufgrund dieser unspezifischen Symptome sind Tests und eine regelmäßige Überwachung unerlässlich. 

Die MV Hondius im Herzen eines internationalen Drehkreuzes

Die MV Hondius wurde zum Zentrum einer internationalen Gesundheitsaktion, nachdem an Bord ein Hantavirus-Ausbruch festgestellt worden war. Das Schiff erreichte die Küste von Teneriffa auf den Kanarischen Inseln, wo die Evakuierung unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen begann. Die Passagiere wurden schrittweise von Personal in Schutzausrüstung von Bord gebracht. 

Die Evakuierungen betreffen Passagiere verschiedener Nationalitäten. Die Spanier gehörten zu den ersten, die das Schiff verließen, bevor sie nach Madrid gebracht wurden. Die Franzosen wurden anschließend nach Paris evakuiert. Weitere Rückführungsflüge sind geplant, um die Passagiere unter ärztlicher Aufsicht in verschiedene Länder zurückzubringen. 

Ein seltenes Virus, das aber sehr ernst genommen wird

Hantaviren sind eine Virusfamilie, die in der Regel von infizierten Nagetieren auf den Menschen übertragen wird, insbesondere durch Kontakt mit deren Urin, Kot oder Speichel. Der Ausbruch auf der MV Hondius wird durch das Andes-Virus verursacht, einen spezifischen Stamm des Hantavirus, der ein schweres Atemwegssyndrom auslösen kann. 

Die meisten Hantaviren werden nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Das Anden-Hantavirus bildet eine seltene Ausnahme: Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, insbesondere bei engem und längerem Kontakt mit einer infizierten Person. Diese Eigenschaft rechtfertigt die Maßnahmen zur Isolation, Kontaktnachverfolgung und Überwachung exponierter Passagiere. 

Eine ernste Situation, aber nicht vergleichbar mit Covid.

Internationale Gesundheitsbehörden betonen, dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung weiterhin gering ist. Das Anden-Hantavirus verbreitet sich nicht wie hoch ansteckende Atemwegsviren. Die aktuellen Maßnahmen zielen daher primär darauf ab, eine begrenzte Übertragung im Umfeld exponierter Personen zu verhindern, anstatt auf die Gefahr einer weitverbreiteten Ausbreitung zu reagieren.