Agnès Buzyn lobte den umsichtigen Umgang der französischen Gesundheitsbehörden mit dem Hantavirus und betonte, dass die aktuelle Kommunikation einen deutlichen Kontrast zu der während der Covid-19-Pandemie beobachtbaren stehe. In einem Interview mit franceinfo bezeichnete die ehemalige Gesundheitsministerin es als „angemessen“, dass Wissenschaftler und Beamte nun die „Unsicherheit und Zweifel“ im Zusammenhang mit dem Virus anerkennen.
Laut der ehemaligen Gesundheitsministerin ist das Auffälligste an dieser Gesundheitskrise die Haltung der Medienexperten. „Anders als während der Covid-Zeit, als alle voreilig handelten“, so ihre Einschätzung, seien die im Fernsehen auftretenden Fachleute diesmal in ihren Analysen und Empfehlungen deutlich vorsichtiger.
Die Wachsamkeit wurde sechs Wochen lang aufrechterhalten.
Der ehemalige Minister mahnt dennoch zu anhaltender Vorsicht während der gesamten Inkubationszeit für Kontaktinfektionen, die beim Anden-Hantavirus auf sechs Wochen geschätzt wird. Mehrere französische Staatsangehörige, die vom Schiff MV Hondius evakuiert wurden, stehen nach dem Auftreten von Verdachtsfällen im Zusammenhang mit dem Virus weiterhin unter verstärkter medizinischer Beobachtung.
Das vorwiegend in Südamerika vorkommende Anden-Hantavirus erregt besondere Aufmerksamkeit, da es zu den wenigen Hantaviren gehört, die bereits eine begrenzte Übertragung von Mensch zu Mensch gezeigt haben. Die französischen Gesundheitsbehörden versichern jedoch, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Ausbrüche im Land festgestellt wurden.
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