Die französische Gesundheitsbehörde Public Health warnt vor einem sprunghaften Anstieg der Krankenhauseinweisungen im Zusammenhang mit Kokainkonsum; es wurden bereits mehr als 6.500 Besuche registriert.

Kokain: Notaufnahmen steigen innerhalb eines Jahres um 26 %
Kokain: Notaufnahmen steigen innerhalb eines Jahres um 26 %

Der Kokainkonsum belastet das französische Gesundheitssystem zunehmend. Laut einem Bericht von Health France vom 8. Juni 2026 stiegen die Notfallaufnahmen aufgrund dieser Droge innerhalb eines Jahres um 26 % auf über 6.500 registrierte Fälle. Die Gesundheitsbehörde betont, dass Kokain nach Cannabis die weltweit am zweithäufigsten konsumierte illegale Substanz ist. In Frankreich geben 10 % der Erwachsenen an, mindestens einmal in ihrem Leben Kokain konsumiert zu haben, 3 % räumen den Konsum im vergangenen Jahr ein.

Die Zahl der Einschreibungen hat sich seit 2012 verdreifacht.

Dieser starke Anstieg ist Teil eines umfassenderen Trends: Seit 2012 hat sich die Zahl der Notaufnahmen aufgrund von Kokainkonsum verdreifacht. Nach einer Phase relativer Stabilisierung ist der Aufwärtstrend bei den Krankenhauseinweisungen wieder angestiegen, was die zunehmende Verbreitung dieser Droge im Konsumverhalten widerspiegelt. Eine Studie der französischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (OFDT) vom vergangenen Dezember zeigte eine beispiellose Entwicklung: Erstmals seit 2010 hat Kokain Cannabis hinsichtlich des Umsatzes überholt und 3,1 Milliarden Euro gegenüber 2,7 Milliarden Euro für Cannabis erzielt.

Die Daten von Health Public France basieren auf der Auswertung von Notaufnahmen und Anfragen an die Drogeninformations-Hotline. Die Gesundheitsbehörden warnen eindringlich vor diesem Trend, der das ohnehin schon überlastete Gesundheitssystem zusätzlich belastet. Der Anstieg kokainbedingter Einweisungen spiegelt die zunehmende Normalisierung des Konsums und einen rasant wachsenden Markt in Frankreich wider.

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