Tödliche Stürze bei Senioren: Mehr als 20.000 Todesfälle in Frankreich bis 2024
Tödliche Stürze bei Senioren: Mehr als 20.000 Todesfälle in Frankreich bis 2024

In Frankreich starben nach einem Herbstabsturz im Jahr 2024 mehr als 20.000 Menschen über 65 Jahre, wie aus Daten von Health France hervorgeht. Diese Zahl stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber 2019 dar, als rund 5.000 zusätzliche Todesfälle verzeichnet wurden.

Stürze sind seit Langem die häufigste Unfalltodesursache bei Senioren und übertreffen Verkehrsunfälle bei Weitem. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 starben etwas mehr als 3.000 Menschen im Straßenverkehr. Als Reaktion darauf starteten die Behörden 2022 einen Präventionsplan mit dem Ziel, diese Unfälle bis Ende 2024 um 20 % zu reduzieren.

Ein Anstieg, der sich noch immer schwer erklären lässt

Trotz dieser Maßnahmen setzt sich der Aufwärtstrend fort. Zwischen 2019 und 2024 stieg die Sterblichkeitsrate durch Stürze bei über 65-Jährigen um 18 Prozent – ​​ein Anstieg, der sich nicht allein durch die alternde Bevölkerung erklären lässt. Besonders ausgeprägt ist dieser Anstieg bei über 85-Jährigen.

Zur Erklärung dieses Phänomens wurden verschiedene Hypothesen aufgestellt. Die Folgen der Covid-19-Pandemie könnten einige ältere Menschen geschwächt haben, insbesondere durch die Erkrankung selbst oder durch die verminderte körperliche Aktivität infolge von Isolation und Lockdown. Die Daten zeigen auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen werden nach einem Sturz häufiger ins Krankenhaus eingeliefert, Männer sterben jedoch häufiger daran.

Angesichts dieser Situation ist Public Health France der Ansicht, dass es notwendig ist, die Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen fortzusetzen, um die Auswirkungen dieser Unfälle zu begrenzen, die in einer Gesellschaft mit einer immer älter werdenden Bevölkerung ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit darstellen.