Die französische Gesundheitsbehörde Public Health hat den ersten lokal erworbenen Chikungunya-Fall dieses Jahres auf dem französischen Festland gemeldet. Der Fall wurde im Département Tarn festgestellt. Es handelt sich um eine Person, die sich vor Ort infiziert hat, ohne in ein Gebiet gereist zu sein, in dem das Virus üblicherweise zirkuliert. Dies ist der erste Nachweis einer Zirkulation des Virus auf dem französischen Festland seit Beginn der Chikungunya-Saison 2026.
Die Gesundheitsbehörde gibt an, dass die bisher registrierten Fälle ausschließlich importiert waren und Reisende betrafen, die aus von Chikungunya betroffenen Ländern zurückkehrten. Diese neue Infektion bestätigt, dass die in mehreren französischen Regionen heimische Tigermücke nun für die lokale Übertragung des Virus verantwortlich ist.
Verstärkte Überwachung von durch Mücken übertragenen Krankheiten
Die französische Gesundheitsbehörde Public Health hat einen zweiten lokal erworbenen Fall des West-Nil-Virus im Département Bouches-du-Rhône gemeldet, nachdem Mitte Juli ein erster Fall im Département Pyrénées-Orientales festgestellt worden war. Dieses Virus, das hauptsächlich durch Mücken übertragen wird, nachdem es zuvor unter Vögeln zirkuliert hat, kann in seinen schwersten Formen neurologische Komplikationen verursachen.
Zwischen dem 1. Mai und dem 26. Juli verzeichneten die Gesundheitsbehörden in Frankreich 87 importierte Fälle von Chikungunya, 261 Fälle von Denguefieber und 9 Fälle von Zika. Angesichts der Zunahme von durch Vektoren übertragenen Krankheiten betonen die Behörden erneut die Wichtigkeit, stehende Gewässer zu vermeiden, Insektenschutzmittel zu verwenden und sich vor Mückenstichen zu schützen, insbesondere in Regionen, in denen die Tigermücke mittlerweile weit verbreitet ist.
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