Mehrere LGBT+-Rechtsorganisationen haben bei der Pariser Staatsanwaltschaft Anzeige gegen die Meta-Gruppe erstattet, die beschuldigt wird, auf ihren Plattformen beleidigende und diskriminierende Äußerungen zu tolerieren. Die Anzeige richtet sich auch gegen den Gründer und CEO des US-amerikanischen Unternehmens. Mark Zuckerberg, wird für die jüngste Entwicklung der Moderationspolitik von Facebook und Instagram mitverantwortlich gemacht.
Laut den Klägern erlaubt die neue Richtlinie der Gruppe nun Kommentare, die Homosexualität oder Transidentität mit psychischer Krankheit gleichsetzen – Aussagen, die ihrer Ansicht nach gegen französisches und europäisches Recht verstoßen. Sie werfen Meta außerdem vor, trotz wiederholter Meldungen keine als hasserfüllt gegenüber Transgender-Personen eingestuften Beiträge entfernt zu haben.
Praktiken, die als diskriminierend gelten
Abgesehen von den Inhalten selbst, sind die Verbände der Ansicht, dass die Gruppe strukturelle Diskriminierung von LGBT+-Akteuren betreibt. Sie führen Kontosperrungen, die gezielte Reduzierung der Sichtbarkeit bestimmter Beiträge und die Weigerung an, Inhalte zu bewerben, die mit dieser Community in Verbindung stehen, was ihrer Ansicht nach die Aktivitäten einiger Organisatoren und Kreativer behindert.
Diese Klage erfolgt inmitten eines strategischen Kurswechsels des US-amerikanischen Konzerns, der durch eine Lockerung der Moderationsregeln und die Einstellung mehrerer interner Diversitätsprogramme gekennzeichnet ist. Meta hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.