Der Heilige Stuhl veröffentlichte am Samstag, den 13. Juni, die neuen Statuten der Päpstlichen Kommission zum Schutz von Minderjährigen. Die von Papst Leo XIV. approbierten Texte präzisieren die Befugnisse dieser Institution innerhalb der römisch-katholischen Verwaltung und passen ihre Arbeitsweise an die Apostolische Konstitution Praedicate an. Die Veröffentlichung erfolgte einen Tag nach der ereignisreichen Rückkehr des Papstes aus Spanien, wo er Opfer von sexuellem Missbrauch durch Geistliche getroffen hatte.
Ein seit 2014 gestärktes Mandat
Diese Satzungsreform zielt darauf ab, das Mandat der 2014 von Papst Franziskus eingesetzten Kommission zu stärken. Das Gremium verfügt nun über aktualisierte Regeln, um seinen Auftrag zur Bekämpfung des Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche zu erfüllen. Die neuen Statuten legen insbesondere die Interventionsverfahren und die Befugnisse der Organisation im Rahmen der reformierten Römischen Kurie fest.
Die Überarbeitung der Texte ist Teil der seit über einem Jahrzehnt laufenden Bemühungen, Gewalt gegen Minderjährige besser zu verhindern und zu bekämpfen. Papst Leo XIV. hatte die Mitglieder der Kommission bereits im April 2022 empfangen und damit die Bedeutung bekräftigt, die der Heilige Stuhl diesem Thema beimisst. Die aktualisierten Statuten sollen eine effektivere Koordination mit anderen Dikasterien des Vatikans ermöglichen.
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