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Zwei Tage nach seinem angespannten Austausch mit Donald Trump Im Weißen Haus wird Wolodymyr Selenskyj diesen Sonntag in London erwartet, wo er von König Karl III. empfangen wird. Dieses Treffen, das der ehemalige britische Minister Denis MacShane als „beispiellos“ bezeichnete, zeugt von der starken Unterstützung Großbritanniens für die Ukraine, während sich die diplomatischen Spannungen mit Washington verschärfen. Die britische Monarchie, die sich normalerweise aus politischen Angelegenheiten zurückzieht, sendet damit eine direkte Botschaft an Moskau.

Diese Reise ist Teil eines strategischen Kontextes, da London am Sonntag Gastgeber eines wichtigen europäischen Gipfels zur Unterstützung der Ukraine war. Emmanuel MacronOlaf Scholz, Giorgia Meloni und Ursula von der Leyen werden angesichts der zunehmenden Zurückhaltung Amerikas über neue Sicherheitsgarantien für Kiew diskutieren. Der jüngste Streit zwischen Trump und Selenskyj hat die Gefahr eines Rückzugs der USA deutlich gemacht. Der ehemalige Präsident drängte Kiew, einem Waffenstillstand mit Moskau zuzustimmen.

London verstärkt sein Engagement für die Ukraine mit einem am Samstag unterzeichneten Kredit in Höhe von 2,74 Milliarden Euro, mit dem die Waffenproduktion auf ukrainischem Boden finanziert werden soll. Eine Initiative, die den europäischen Wunsch verdeutlicht, einen möglichen Rückzug der amerikanischen Militärunterstützung zu kompensieren. Gleichzeitig verstärkt Selenskyj seine diplomatischen Bemühungen, ein Szenario zu verhindern, in dem die Ukraine zu einem von Moskau diktierten Frieden gezwungen wird. Mit dem Empfang Selenskyjs gibt sich König Charles III. nicht mit einer symbolischen Geste zufrieden: Er legitimiert damit die Position Großbritanniens als tragende Säule der westlichen Unterstützung für die Ukraine.