Wauquiez verkündet eine neutrale Abstimmung und spielt die Bedeutung der internen Abstimmung innerhalb von LR herunter.
Wauquiez verkündet eine neutrale Abstimmung und spielt die Bedeutung der internen Abstimmung innerhalb von LR herunter.

An diesem Wochenende sind die Mitglieder von Les Républicains aufgerufen, über eine Frage zu entscheiden, die wie eine Voraussetzung erscheint: Wie soll der künftige Präsidentschaftskandidat bestimmt werden? Laurent WauquiezDer Vorsitzende der republikanischen Abgeordneten hat beschlossen, sich von der Partei zu distanzieren. Er stellte klar: Er wird einen leeren Stimmzettel abgeben.

In seinem engsten Kreis wird die Aussage wie eine halb geschlossene Tür ins Schloss gelegt: „Eine sinnlose Wahl.“ Der ehemalige Vorsitzende der Republikaner (LR) will die politische Bedeutung der Wahl herunterspielen, da sie seiner Ansicht nach keinen unmittelbaren Einfluss darauf hat, wer die Rechte im Jahr 2027 vertreten wird. Mit anderen Worten: Die Stimmen werden ausgezählt, die Ergebnisse analysiert, und dann geht der eigentliche Wahlkampf weiter, als wäre nichts geschehen.

Den Parteimitgliedern werden drei Optionen angeboten, von denen ihn keine überzeugt. Eine geschlossene Vorwahl erscheint ihm verfrüht, da sich bisher nur ein Kandidat offiziell gemeldet hat: Senator Bruno Retailleau. Auch eine offene Vorwahl kann ihn aufgrund fehlender klarer Abgrenzungen nicht überzeugen, während Wauquiez sich für einen breiteren Wettbewerb jenseits des Parteiapparats ausspricht. Eine direkte Nominierung durch den Parteivorsitzenden lehnt er ebenfalls ab, zumal er den aus der Vendée stammenden Kandidaten nicht unterstützt.

Eine Abstimmung zum Messen, nicht zum Wählen.

Hinter diesem leeren Wahlzettel verbirgt sich ein alter Hut im rechten Spektrum: Erst die Parteilinie, dann der Anführer. Die Republikaner (LR) durchleben eine Phase wiederkehrender Debatten zwischen Programmarbeit, strategischer Klärung und Gesprächen über mögliche Bündnisse. Die Partei, gefangen zwischen dem zentristischen Block und dem Rassemblement National, sucht noch immer nach dem richtigen Gleichgewicht, um nicht ins Abseits zu geraten, ohne in bloße Nachahmung zu verfallen.

Ein anhaltendes Trauma bleibt bestehen. Valérie Pécresses Ergebnis von 4,78 % im ersten Wahlgang 2022 dient bei jeder Sitzung als deutliche Mahnung: Führung lässt sich nicht verordnen, sie muss aufgebaut werden, und manchmal scheitert sie. Vor diesem Hintergrund argumentiert Wauquiez, dass ein Auswahlverfahren weder eine Erzählung noch eine Dynamik ersetzen kann und dass eine interne Abstimmung, so gut organisiert sie auch sein mag, keinen unbestrittenen Kandidaten hervorbringen wird.

Letztlich ist die Konsultation am Wochenende seiner Ansicht nach in erster Linie ein Test der Machtverhältnisse. Sie wird zeigen, wer welchen Einfluss hat, wer wem folgt, wer ungeduldig ist und wer abwartet. Bis Sonntagabend könnten die Republikaner (LR) eine Strategie entwickelt haben, wenn auch nicht unbedingt eine klare Richtung, und der rechte Flügel muss sich noch überlegen, wie er eine unorganisierte Vorbereitung der Wahlen 2027 verhindern kann.

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1 Kommentar

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  1. Avatar De Feld Christian

    Die Anerkennung einer leeren Stimme als gültige, nicht als ungültige Stimme existiert seit der Chirac-Reform. Le Pen und die RPR waren gegen diese Regelung, als es um die Änderung des Wahlgesetzes ging.
    Das bedeutet, dass wir uns in den zur Wahl angebotenen Optionen nicht repräsentiert sehen.

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