Die Regierung beabsichtigt, die Gesetzgebung gegen sexuelle Gewalt gegen Minderjährige weiterzuentwickeln. Aurore Bergé, die beigeordnete Ministerin für Gleichstellung, versicherte den Zuhörern im Radiosender Sud Radio, dass alle notwendigen Reformen noch vor Ende der Amtszeit des Präsidenten verabschiedet würden.
„Sollten weitere Gesetzesänderungen erforderlich sein, werden diese vorgenommen“, erklärte die Ministerin. Sie ist überzeugt, dass die Bekämpfung sexueller Gewalt gegen Kinder nun nationale Priorität hat und ruft die öffentlichen Stellen zu anhaltendem Engagement auf.
Die Unverjährbarkeit von Rechten steht im Mittelpunkt der Diskussionen.
Aurore Bergé trifft sich nächste Woche mit mehreren Parlamentsabgeordneten und Regierungsvertretern, die eine umfassende Reform des Gesetzes gegen sexuelle Gewalt befürworten. Ziel ist es, mögliche Änderungen zu erörtern, die in den Gesetzentwurf zum Kinderschutz einfließen könnten. Dieser soll ab dem 15. Juli in der Nationalversammlung debattiert werden.
Der Minister wünscht sich insbesondere, dass der Grundsatz der Unverjährbarkeit sexueller Gewalt gegen Minderjährige im Rahmen dieses Gesetzes diskutiert wird. Diese Maßnahme, die regelmäßig von verschiedenen Opferverbänden gefordert wird, würde jegliche Frist für die Einleitung rechtlicher Schritte aufheben.
Aurore Bergé ist überzeugt, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder ein weit verbreitetes Phänomen ist, und wies auf die Möglichkeit Hunderttausender potenzieller Opfer hin. Sie begrüßte zudem die Entscheidung der Pariser Staatsanwaltschaft, in einem Fall um eine Leiterin eines Nachmittagsprogramms Berufung einzulegen, und bekräftigte, dass die Stimmen von Kindern gehört und vom Justizsystem geschützt werden müssen.
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