Gestern stimmte der Sonderausschuss der Nationalversammlung, der mit der Prüfung des Gesetzesentwurfs zur "Vereinfachung" beauftragt war, für den Abschaffung von Umweltzonen. Diese Zonen, die zur Verbesserung der Luftqualität durch die Einschränkung der Verkehrsbelastung der umweltschädlichsten Fahrzeuge eingerichtet wurden, werden von einigen gewählten Amtsträgern und vielen Autofahrern kritisiert. Sie sind der Ansicht, dass sie einkommensschwache Haushalte benachteiligen, die entweder gezwungen sind, in weniger umweltschädliche Fahrzeuge zu investieren oder auf ihre Fahrten zu verzichten.
Ein erster Schritt
Der von Abgeordneten der Republikaner und der Nationalen Sammlungsbewegung initiierte Vorschlag zur Abschaffung wurde trotz des Widerstands der Regierung angenommen. Stimmen einiger Macron-Gruppen, von Horizons und Unabhängigen von LIOT schlossen sich dieser Initiative an, während sich mehrere linke Abgeordnete enthielten.
ZFEs wurden eingerichtet, um die Emission von Feinstaub zu reduzieren, der jedes Jahr Atemwegserkrankungen und viele Todesfälle verursacht. Ihre Umsetzung hat jedoch Debatten über ihre sozialen Auswirkungen ausgelöst, insbesondere im Hinblick auf die Alternativen für Menschen, die für ihre Fortbewegung auf ihr Auto angewiesen sind.
Allerdings ist zu beachten, dass diese Abstimmung im Ausschuss nur ein Schritt ist. Der Gesetzentwurf muss vor einer möglichen endgültigen Verabschiedung noch in der Plenarsitzung der Nationalversammlung und anschließend im Senat debattiert werden.