Véronique Sarselli ist die erste Frau an der Spitze von Metropolis und verändert bereits jetzt alles.
Véronique Sarselli ist die erste Frau an der Spitze von Metropolis und verändert bereits jetzt alles.

In Lyon hat ein neues politisches Kapitel begonnen. Véronique Sarselli wurde am Donnerstag zur Präsidentin der Metropolregion Lyon gewählt und ist damit die erste Frau in dieser strategischen Position. Die Bürgermeisterin von Sainte-Foy-lès-Lyon führte eine deutliche Mehrheit der Liste Grand Cœur Lyonnais an und sicherte sich den Wahlsieg mit 91 Stimmen. Dies bedeutet einen bedeutenden politischen Wandel nach Jahren der Herrschaft der Grünen.

In ihrer Antrittsrede gab die neue Präsidentin den Ton für eine Amtszeit vor, die sie „pragmatischer und weniger ideologisch“ gestalten möchte. Sie versprach, „realistisch“ zu regieren und die Verbindung zwischen der Metropolregion, den Bürgermeistern und den Einwohnern wiederherzustellen. Dieser Ansatz steht im deutlichen Gegensatz zur Vorgängerregierung, die regelmäßig beschuldigt wurde, Entscheidungen zu treffen, die an der Realität vor Ort vorbeigingen.

Inhaltlich legte Véronique Sarselli rasch klare Prioritäten fest, insbesondere im Bereich Mobilität. Sie will das Projekt der Lyon West Express Tramway (TEOL) aufgeben und stattdessen die Metrolinie E wiederbeleben, die sie als strukturgebender ansieht. Zudem erwähnte sie ein ambitioniertes Tunnelprojekt unter Fourvière, das symbolisch für eine Rückkehr zu einer Vision steht, die großen Infrastrukturprojekten und einem reibungslosen Verkehrsfluss mehr Bedeutung beimisst.

Trotz einer beispiellosen Machtteilung mit einem von den Grünen geführten Stadtrat von Lyon und einer starken Opposition aus Linken und La France Insoumise (LFI) reichte die neue Präsidentin ihren institutionellen Partnern die Hand und rief zu einem koordinierten Vorgehen auf. Doch hinter diesem Appell zur Ruhe zeichnet sich ein neues politisches Kapitel für die Metropole ab.

Mit dieser Wahl haben Rechte und Mitte die Kontrolle über eine der mächtigsten Kommunalverwaltungen Frankreichs zurückgewonnen. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Versprechen in die Tat umzusetzen – in einem Kontext, in dem die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an Mobilität, Sicherheit und Lebensqualität so hoch sind wie nie zuvor.

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