Robert Ménard, Bürgermeister von Béziers, war am Donnerstagmorgen in der Sendung „La Grande Interview“ von Europe 1-CNews zu Gast und kritisierte das unter der Schirmherrschaft von Donald Trump unterzeichnete Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran scharf. Im Gespräch mit Laurence Ferrari betonte er, der amerikanische Präsident habe die Ziele, die er sich selbst zu Beginn des Konflikts gesetzt hatte, nicht erreicht.
„Ich halte dieses Abkommen nicht für gut“, erklärte Robert Ménard und kritisierte insbesondere die Fortsetzung des iranischen Raketenprogramms sowie die Teheran gewährten Zugeständnisse. Das Abkommen sieht unter anderem die schrittweise Aufhebung der US-Sanktionen, massive Investitionen in die iranische Wirtschaft und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus mit der Einführung von Transitgebühren vor.
Der Bürgermeister von Béziers beklagte ebenfalls den Mangel an politischem Wandel im Iran. „Trump hat das iranische Volk zum Aufstand angestiftet. Und das alles dafür? Er ist ein absoluter Lügner“, erklärte er und argumentierte, der amerikanische Präsident könne dieses Abkommen nicht als Sieg präsentieren.
In diesem Interview rief Robert Ménard außerdem dazu auf, die traditionellen Trennlinien im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen 2027 zu überwinden. „Wir müssen über die politischen Parteien hinausgehen“, erklärte er und plädierte für eine Annäherung in wichtigen sozialen Fragen und Fragen der Souveränität.
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