Das Vereinigte Königreich hat einen neuen Regierungschef. Andy Burnham wurde am Montag, dem 20. Juli, von König Karl III. offiziell zum Premierminister ernannt. Der König empfing ihn im Buckingham Palace und beauftragte ihn anschließend mit der Bildung einer neuen Regierung. Der Labour-Chef folgt auf Keir Starmer, dessen Rücktritt der Monarch zuvor angenommen hatte.
Ein kometenhafter politischer Aufstieg
Der 56-jährige ehemalige Bürgermeister von Greater Manchester und Ex-Minister Andy Burnham übernimmt die Regierungsgeschäfte, nachdem er am vergangenen Freitag zum Vorsitzenden der Labour Party gewählt wurde. Sein Aufstieg verlief besonders rasant: Erst vor vier Wochen kehrte er ins Unterhaus zurück und ist nun der vierte Premierminister, der von König Karl III. seit dessen Thronbesteigung im Jahr 2022 ernannt wurde.
Vor seinem Ausscheiden aus der Downing Street hielt Keir Starmer eine Abschiedsrede, in der er erklärte, seine „Arbeit sei getan“ und seinem Nachfolger „viel Erfolg“ wünschte und ihm seine „volle Unterstützung“ zusicherte. Sein Rücktritt erfolgt nach erheblichen internen Auseinandersetzungen innerhalb der Labour-Partei, die durch schlechte Ergebnisse bei den Kommunalwahlen und einen anhaltenden Popularitätsverlust angeheizt wurden.
Andy Burnham muss nun seine Regierung vorstellen und die wichtigsten Prioritäten seiner Amtszeit darlegen. Als populäre Persönlichkeit in Nordengland hat er bereits seinen Wunsch geäußert, die Dezentralisierung der Macht zu stärken und beabsichtigt, seine Zeit zwischen London und Manchester aufzuteilen – ein Bruch mit der traditionellen Praxis britischer Premierminister.
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