Die Europaabgeordnete Rima Hassan (LFI) wurde am 2. April in Paris wegen einer „Entschuldigung für Terrorismus“ in Polizeigewahrsam genommen. Grund dafür war eine Ende März im Internetportal X veröffentlichte Nachricht, in der ein ehemaliges Mitglied der Japanischen Roten Armee erwähnt wurde, das 1972 an einem tödlichen Anschlag in Israel beteiligt war. Ihre Anhörung nahm jedoch eine unerwartete Wendung. Bei der Durchsuchung ihrer persönlichen Gegenstände wurden verdächtige Substanzen gefunden, was zur Einleitung eines separaten Ermittlungsverfahrens wegen Drogenbesitzes führte.
Am vergangenen Donnerstag gab der Anwalt des gewählten Beamten, Vincent Brengarth, bekannt, dass die Abweisung dieses Verfahrens. Laut den Ergebnissen einer am 4. April durchgeführten toxikologischen Analyse wurden in den versiegelten Beweismitteln keine Betäubungsmittel gefunden. Die Analysen ergaben lediglich das Vorhandensein von legalem CBD mit minimalen Spuren von THC, was mit dieser Art von aus Cannabis gewonnenem Produkt vereinbar ist.
Die rasche Verbreitung von Informationen in der Presse, die auf Drogenbesitz hindeuteten, heizte die Kontroverse während des Polizeigewahrsams an. Die Verteidigung prangert nun „Falschinformationen“ und Indiskretionen an, die dem Ruf des Europaabgeordneten schaden. Der Justizminister hat den Fall an die Generalinspektion der Justiz verwiesen, und es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um die Enthüllungen aufzuklären.
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